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Bürgerliste sieht sich als „Stachel im Fleisch der etablierten Parteien“

Fritz Rieger kündigt eigenen Kandidaten für Landratsamt an

Hameln (gro/HW). Mit einem eigenen Landratskandidaten will die Bürgerliste, die im Kreistag als „Unabhängige“ vertreten sind, in den Kommunalwahlkampf ziehen. Mit dieser Überraschungsmeldung wartete Fritz Rieger bei der Mitgliederversammlung der Bürgerliste im Forsthaus Wehl auf. Allerdings hüllte sich „der Chef“ in beharrliches Schweigen, als die Basis mehr erfahren wollte. „Dazu kann, dazu darf ich noch nichts sagen“, gab sich Rieger äußerst verschlossen. Dem Vernehmen nach soll es sich bei dem Kandidaten der Bürgerliste um ein ehemaliges Mitglied der SPD handeln, wie aus gut unterrichteten Kreisen berichtet wird.

veröffentlicht am 28.01.2011 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 06:21 Uhr

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Einen Grund zum Feiern hatte die Bürgerliste Hameln dennoch, denn Vorsitzender Fritz Rieger stellte fest, dass die Partei nach 15 Jahren des Bestehens immer noch der „Stachel im Fleisch der etablierten Parteien“ sei. An vieles habe sich der Bürger inzwischen gewöhnt, „aber Steigerungen sind immer noch möglich“, sagte der „Vater der Bürgerliste“ und bezeichnete seine Gruppierung sowohl im Stadtrat als auch im Kreistag als „hartnäckig und unbequem“. Laut Rieger würden die etablierten Parteien im Rat „in ihrer Not“ mit Duldung der Ratsvorsitzenden Sabine Prenzlow (SPD) und Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann „immer wieder zu unlauteren Mitteln greifen“. Und einmal in Fahrt gekommen, teilte Rieger unter dem Beifall der Mitglieder mächtig aus: „Da kommen sie mit billigen Geschäftsordnungstricks, erfundenen Beschuldigungen und offenen Angriffen. Und das weit unter der Gürtellinie.“ Selbst die Medien stellten die Bürgerliste oft als ahnunglos dar oder verschwiegen sie ganz. Rieger: „Das zeigt die politisch-mediale Klüngel-Kaste und die ominösen Hinterzimmer-Seilschaften, die unsere Stadt leider immer noch fest im Würgegriff halten. Sie haben sich noch immer nicht an die Bürgerliste gewöhnt.“ Der Vorsitzende kündigte an: „Wir werden mit Leuten, auch mit neuen, in den nächsten Jahren weiterhin unverbogen und in aufrechter Gangart Politik für die ganz normale einheimische Bevölkerung machen.“ Und auch Fritz Rieger will ein weiteres Mal kandidieren: „Ich habe nichts mehr zu verlieren.“ In einem kurzen Beitrag stellte Ernst Nitschke die „Unabhängige Bürgerliste“ im Landkreis Hameln-Pyrmont vor und bezeichnete die Vereinigung als einen „Zusammenschluss der verschiedenen örtlichen Bürgerlisten im Kreisgebiet“. Generell wolle sie sachbezogene Politik für die Menschen machen und deren Interessen vertreten. Die Ziele seien eine Steigerung der Wirtschaftskraft, die Förderung regenerativer Energien, der Schutz von Natur und Umwelt und Gebührenstabilität in allen Bereichen. „Orientiert am Geldbeutel der Menschen“, wie Nitschke mit Nachdruck erklärte.



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