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Bund der Steuerzahler stellt Sparkassen-Verwaltungsratschef Bartels einen Fragenkatalog

Frage nach den Vorstandsgehältern

HAMELN-PYRMONT. Erst jüngst hat der Chef der Sparkasse Hameln-Weserbergland, Alois Drube, bei der Hamelner Börsennacht die im letzten Jahr über die Bühne gegangene Fusion der Sparkassen als Erfolg gefeiert. Doch nun ziehen Wolken am Horizont auf: Es geht um die Vorstandsgehälter.

veröffentlicht am 26.02.2017 um 18:42 Uhr

Bernhard Zentgraf vom Bund der Steuerzahler hat einen Fragenkatalog erstellt. Foto: pr
Thomas Thimm

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Thomas Thimm Stv. Chefredakteur zur Autorenseite
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Der Bund der Steuerzahler Niedersachsen und Bremen interessiert sich für die Vorstandsgehälter der Sparkasse – und stellt die Frage, ob diese „unangemessen gestiegen“ seien. In einem der Redaktion vorliegenden Brief bittet Bernhard Zentgraf als Vorsitzender des Bundes der Steuerzahler den Verwaltungsratschef der Sparkasse Hameln-Weserbergland, Landrat Tjark Bartels, um die Beantwortung mehrerer Fragen, bei denen es immer um das geht, womit sich die Sparkasse gut auskennt: ums Geld.

Eine Fusion der Sparkassen war viele Jahre lang immer mal wieder Gesprächsthema gewesen, wurde schließlich aber auch ein ums andere mal verworfen. Bis die Sparkasse Weserbergland und die Sparkasse Hameln im Jahr 2015 dann doch ihre Fusion bekanntgaben – und zum 1. Januar 2016 vollzogen. Seitdem gibt es die Sparkasse Hameln-Weserbergland. Die technische Fusion zog sich bis in den Spätsommer hin und wurde am 22. August 2016 unter Dach und Fach gebracht. Vor der Fusion hatten beide Sparkassen jeweils zwei Vorstände, im Jahr 2016 hatte die fusionierte Sparkasse dann vier Vorstände, und seitdem Friedrich-Wilhelm Kaup in den Ruhestand gegangen ist, sind es nunmehr drei Vorstände.

Nun möchte der Bund der Steuerzahler wissen, ob mittelfristig eine weitere Reduzierung der Zahl der Vorstandsmitglieder beabsichtigt sei – und stellt einen Vergleich mit der Stadtsparkasse Düsseldorf her, die zwar viel größer sei, aber ebenfalls mit drei Vorständen auskomme. Zudem möchte der Bund der Steuerzahler überprüfen, ob die Vorstandsbezüge bei der neuen, großen Sparkasse in Summe „unangemessen gestiegen“ seien. Dazu fragt Zentgraf den Verwaltungsratschef Bartels, welche Gründe im Jahr 2016 einen vierköpfigen Vorstand im neuen Institut gerechtfertigt hätten, wie hoch die Gesamtbezüge der vier Vorstände im Jahr 2016 gewesen seien und nach welchen Kriterien sich die Vergütung der Vorstände der Sparkasse 2016 gerichtet habe. Außerdem möchte der Bund der Steuerzahler erfahren, wie hoch die Gesamtvergütungen der Vorstände der beiden Institute im Jahr 2015, also vor der Fusion, gewesen seien – und in welchem Umfang sich die durchschnittliche Gesamtvergütung eines Vorstandsmitgliedes von 2015 auf 2016 erhöht habe. Nicht zuletzt will Zentgraf wissen, wie hoch die Gesamtvergütung des Vorstandes im Jahr 2017 veranschlagt sei.

Der Bund der Steuerzahler weist darauf hin, dass die Landesregierung aktuell dabei ist, mit einem sogenannten Transparenzgesetz für eine Veröffentlichung der Gesamtbezüge von Sparkassenvorstände und -verwaltungsräten sorgen zu wollen. Bislang sei dies nicht üblich. Zentgraf schreibt an Bartels: „Sparkassen sind wirtschaftlich selbstständige Unternehmen in kommunaler Trägerschaft. Sie sollten deshalb für Transparenz sorgen.“



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