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Gema-Geschäftsstelle erhöht Gebühren für Weihnachtszauber drastisch – Generaldirektion weiß von nichts

Forderung gar nicht bekannt?

BÜCKEBURG. Eine besonders skurrile Note hat die Auseinandersetzung des Weihnachtszaubers auf Schloss Bückeburg mit der Gema, um die Gebühren für den Weihnachtszauber in diesem Jahr angenommen. Auf Schloss Bückeburg will man nach einer drastischen Gebührensteigerung um den Faktor 15 nur noch Gema-freie Musik spielen. Nun nahm auch die offizielle Pressestelle der Gema zu dem Vorgang Stellung. Und dort weiß man scheinbar von der exorbitanten Forderung aus Berlin gar nichts.

veröffentlicht am 23.10.2017 um 15:55 Uhr

Die Gema-Geschäftsstelle Berlin fordert vom Weihnachtszauber eine Gebührensteigerung um den Faktor 15. Bei der Gema-Pressestelle in München weiß man davon aber angeblich gar nichts. Foto: JP
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Johannes Pietsch Reporter zur Autorenseite
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Rund fünfzehn mal mehr als in den bisherigen Jahren, so viel sollte der Weihnachtszauber auf Schloss Bückeburg gemäß der Forderung der Gema-Geschäftsstelle Berlin für die Veranstaltung in diesem Jahr zahlen. Die Rede war dabei von rund 120 000 Euro statt der wie bisher immer gezahlten Pauschale von etwa 8000 Euro (unsere Zeitung berichtete).

Auch die Einschaltung eines Fachanwalts durch Veranstalterin Mechthild Wilke sowie der Gang vor die Gema-Schlichtungsstelle brachte die sprichwörtliche Kuh nicht vom Eis. Auf Nachfrage unserer Zeitung verweigerte die zuständige Gema-Geschäftsstelle Berlin zu dem Fall jegliche Stellungnahme und verwies stattdessen auf die Pressestelle der Gesellschaft bei der Generaldirektion in München.

Von dort gab es jetzt, nach mehrmaliger Nachfrage, eine offizielle Reaktion. Gema-Sprecherin Gaby Schilcher konnte den Vorgang an sich zwar generell bestätigen, insbesondere auch die inzwischen vom Weihnachtszauber geäußerte Absicht, in diesem Jahr ausschließlich Gema-freie Musik zu spielen, zeigte sich aber über die Gebührensteigerung um den Faktor 15 aus Berlin gänzlich uninformiert.

Davon sei ihr nichts bekannt, so die Gema-Sprecherin. Mindestens ebenso überrascht zeigten sich von dieser Äußerung wiederum sowohl Veranstalter als auch die betroffenen Musiker des Weihnachtszaubers. Peter Burrack, Bassist der seit Jahren auf dem Weihnachtszauber engagierten Band Filou: „Jetzt wird es richtig spannend.“

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