weather-image
Zu kühl, zu nass und zu trüb

Folgt auf den Regen nun Sonnenschein?

WESERBERGLAND. Unser Wetterexperte Zaki wagt einen Blick auf das Wetter der nächsten vier Wochen. Kommt nach dem verregneten September nun der Goldene Oktober?

veröffentlicht am 04.10.2017 um 16:02 Uhr
aktualisiert am 04.10.2017 um 16:40 Uhr

„Schauinsland“: Bei herrlichem Herbstwetter hat unser Leser Horst Kumpf diesen Blick vom alten Steinbruch Heyen auf Bodenwerder und ins Wesertal eingefangen.
Avatar2

Autor

Reinhard Zakrzewski Reporter

Nachdem wir am Donnerstag Orkantief „Xavier“ mit schweren Sturm-, örtlich sogar Orkanböen um 120 km/h sowie viel Regen überstanden haben, beruhigt sich das Wetter zum Wochenende nur langsam. Im Zustrom polarer Kaltluft entwickeln sich am Freitag kräftige Regen- oder Graupelschauer mit örtlichen Gewittern, am Sonnabend auch Dauerregen. Gleichzeitig wird es noch kühler. Am Wochenende lassen uns Höchstwerte von 11 bis 13 Grad frösteln. In der neuen Woche wird das Wetter tendenziell freundlicher, doch die Schauer bleiben uns zunächst erhalten. Erst in der zweiten Wochenhälfte kommt der Herbst allmählich aus der Talsohle heraus. Ob sich daraus einige richtig goldene Oktobertage entwickeln, ist noch unsicher.

Bemüht man die Statistik, so treten die meisten dieser verhältnismäßig sonnigen und trockenen Tage zwischen dem 9. und 22. Oktober auf, hauptsächlich im Zeitraum vom 12. bis 16. Oktober. Darum wird’s zum Ende der kommenden Woche höchste Zeit für einen Farbenrausch im Blätterwald.

Im Vergleich zum Superseptember 2016 war der erste Herbstmonat diesmal ein Totalausfall. Atlantiktiefs mit meist kühler Luft bestimmten das Wetter in den ersten beiden Monatsdritteln. Den Tiefpunkt markierte das ungewöhnlich intensive Orkantief „Sebastian“, das am 13. September mit Spitzenböen bis 100 km/h auch unsere Region in Mitleidenschaft zog. Zum kalendarischen Herbstanfang am 22. September änderte sich die Großwetterlage. Hoher Luftdruck über weiten Teilen Europas blockierte die Regentiefs und ließ die Temperaturen steigen. Doch der erhoffte Altweibersommer blieb aus. Das dafür entscheidende Hoch „Rosi“ verharrte in ungünstiger Lage weit weg über Nordeuropa. An seinem Rand sorgte milde Luft vom Balkan zwar für angenehme Temperaturen, doch eingelagerte Höhentiefs brachten immer wieder dichte Wolken und kräftige Regengüsse, gelegentlich mit Blitz und Donner. So hatte der Monat nur wenige komplett trockene Tage – und die wenigste Sonne seit 2001. Mit nur 98 Sonnenstunden trug Hameln landesweit die rote Laterne.

Information

Wetterdaten

Der September in Hameln (Hastenbeck) im Vergleich zum Klimamittel (1981-2010)
Monatsmittel 13,4 °C (Abw. -0,7°C)

Maximum 23,3°C (5. September )
Minimum 5,7°C (18. September )

Sommertage(Max. mind. 25°C) 0 (normal 3)

Niederschlag 79 mm (127% v. Soll); Rinteln-Volksen 111 mm (166% v. Soll)

Sonnenschein 98 Std. (73% v. Soll)

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2017
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Weiterführende Artikel

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare