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Wie Hamelner das soziale Netzwerk nutzen / Emmerthal spendet Tausende von Sandsäcken

Fluthilfe via Facebook

Hameln/Gartow. Sie wiegen 52,5 Tonnen, sind auf 80 Paletten gestapelt und wurden am frühen Freitagmorgen mit drei Lastzügen des THW Hameln, der Spedition Hausmann und des Abbruchunternehmens Werner Otto in den von einer Rekordflut bedrohten Landkreis Lüchow-Dannenberg transportiert – mehrere Tausend ordentlich auf Paletten gestapelte Sandsäcke. Sie waren am 28. Mai von 85 Feuerwehrleuten aus 13 Emmerthaler Dörfern für den möglichen Fall einer Weser-Flut gefüllt worden.

veröffentlicht am 08.06.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 12:21 Uhr

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Jetzt kommen die Sandsäcke an der Elbe zum Einsatz. Innerhalb von nur fünf Stunden hatte die Hamelner Hilfsorganisation Interhelp auf Bitten der Gemeinde Emmerthal den Transport der gespendeten Säcke organisiert. Hilfsorganisationen und Unternehmen zogen an einem Strang: Der Emmerthaler Garten- und Landschaftsbauer Phil Kreibaum kam mit seinem Gabelstapler und verlud die Fracht.

Das Technische Hilfswerk aus Hameln und die heimischen Unternehmen Hausmann und Otto stellten ohne zu zögern ihre Fahrer Claus Lamprecht und Heino Bolte sowie die THW-Helfer Gordon Hill, Rolf-Henning Urbaniak und Patrick Schaper zur Verfügung und brachten das dringend benötigte Hilfsgut nach Gartow. Das soziale Netzwerk Facebook habe sich bei der Planung als segensreich erwiesen, sagt Interhelp-Vorsitzender Ulrich Behmann.

In der Gruppe „Elbhochwasser – zusammen für Niedersachsen“ habe er alle wichtigen Informationen auf einen Blick gefunden. Die Userin Janine Bahrmann hatte die Telefonnummern aller betroffenen Städte und Gemeinden ins Netz gestellt. „Wir kannten dadurch den richtigen Ansprechpartner im Rathaus von Gartow, der uns sofort mit der lokalen Einsatzleitung zusammenbrachte“, erklärt Behmann – und schlussfolgert: „Ohne die Hochwasser-Initiative auf Facebook wäre das nicht so schnell möglich gewesen.“

Emmerthals Gemeindebürgermeister Andreas Grossmann und der Erste Gemeinderat Elmar Günzel bedankten sich bei Interhelp für die professionelle Organisation.

„Als die Anfrage gestellt wurde, ob wir die in diesen Zeiten wichtige Fracht an die Elbe fahren würden, mussten mein Freund Walter Hausmann und ich nicht lange nachdenken“, erzählt Unternehmer Werner Otto.

Die erschreckenden Bilder im Fernsehen hätten ihn motiviert, sagt Dennis Hausmann, Junior-Chef der gleichnamigen Spedition aus Aerzen. „Da zögert man keine Sekunde, da hilft man einfach.“

Interhelp hat bei diesem Einsatz lediglich die Kosten für den THW-Kranlastwagen übernehmen müssen. „Jeder gefüllte Sandsack habe dadurch lediglich lediglich zehn Cent gekostet“, sagt Behmann.

Fluthilfe-Einsatz auf dem Hof der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Kirchohsen: Helfer von THW, Feuerwehr und Interhelp verladen die Paletten mit Sandsäcken auf Lastzüge der Spedition Hausmann, des Abbruchunternehmens Otto und des THW Hameln.leo

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