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Beide Standorte bleiben erhalten

Finanzämter Hameln und Holzminden werden zusammengelegt

HAMELN-PYRMONT-HOLZMINDEN. Die Finanzämter Hameln und Holzminden werden bis Ende 2022 zusammengelegt. Die bisherigen Standorte sollen aber weiterhin erhalten bleiben.

veröffentlicht am 31.08.2018 um 10:20 Uhr

Das Ministerium verspricht: Beide Standorte, hier im Bild Hameln, bleiben erhalten. Foto: Dana
Karen Klages

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Karen Klages Reporterin zur Autorenseite
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Die Fusion hat die Niedersächsische Landesregierung beschlossen und möchte damit gewährleisten, „dass die niedersächsische Finanzverwaltung zukunftsfähig, effektiv und weiterhin bürgerfreundlich auftritt und dass die Finanzämter auch künftig in allen ihren fachlichen Einheiten die obliegenden Aufgaben effektiv und effizient erfüllen können“, heißt es. Dass Mitarbeiter von Holzminden nach Hameln oder umgekehrt – über die derzeit teilgesperrte B 83 sind es rund 48 Kilometer – pendeln müssen, könne „im Einzelfall auch passieren“, wie Kai Bernhardt, Sprecher des Niedersächsischen Finanzministeriums mitteilt. Man wolle aber auf die sozialen Belange der Mitarbeiter Rücksicht nehmen. Schließlich könnten auch Arbeitspakete auf digitalem Weg hin- und hergeschickt werden. „Das sind eine Menge Maßnahmen denkbar“, so der Sprecher.

Es ist wie so häufig der demografische Wandel, der die Landesregierung zu diesem Schritt bewogen hat. Sinkt die Bevölkerungszahl, gehe damit auch ein Wandel der wirtschaftlichen Struktur vor Ort einher, und die Arbeitssituation in den jeweils betroffenen Finanzämtern verändere sich. Vor allem im Zuständigkeitsbereich des Finanzamts Holzminden wohnen bis 2031 immer weniger jüngere Menschen. „Um zu vermeiden, dass in diesen Finanzämtern Arbeitsbereiche entstehen, die für sich genommen zu klein sind, um notwendiges Spezialwissen vorzuhalten oder Vertretungsregelungen zu ermöglichen, bedarf es künftig der Zusammenlegung der betroffenen Bereiche.“ Es gehe allerdings nicht darum, Personal-, Sach- oder Finanzmittel einzusparen. Neben Hameln und Holzminden gibt es noch weitere 14 Finanzämter in Niedersachsen, die bis zum Ende der Legislaturperiode der Landesregierung zusammengelegt werden.

Im Finanzamt Holzminden arbeiten derzeit 107 Personen, darunter 19 Anwärter, in Hameln sind es 270 Mitarbeiter, darunter 28 Anwärter. Seit September vergangenen Jahres wurde im Finanzamt Hameln die „ZEPU“ (Zentralstelle zur Besteuerung polnischer Bauunternehmer) eingerichtet. Die Behördenmitarbeiter haben die Aufgabe, die Umsatz- oder Einkommensteuer von Menschen oder Firmen einzutreiben, die in Polen ansässig, aber in Deutschland steuerpflichtig sind; auch der Lohnsteuerabzug bei grenzüberschreitender Arbeitnehmerüberlassung gehört dazu. Das Hamelner Finanzamt zählt ein Viertel der in Deutschland tätigen polnischen Bauunternehmen zu seinen Kunden. Die übrigen polnischen Bauunternehmen werden in Oranienburg und Cottbus bearbeitet. Dass die „ZEPU“ trotz der Zusammenlegung mit Holzminden in Hameln bleibt, davon geht Bernhardt aus. „Sie hat man ja gerade erst dort eingerichtet“.

Mein Standpunkt
Karen Klages
Von Karen Klages

Es macht Sinn, Ressourcen in den Ämtern zu bündeln. Und wenn das Versprechen, dass die Mehrheit der Mitarbeiter keine weiten Fahrten auf sich nehmen muss, eingehalten wird, sollte die geplante Fusion für alle ein Gewinn sein.



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