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Lebensgeschichten auf DVD

Filmreifer Alltag

Hameln-Pyrmont. „Ich wünsche mir auch mehr Toleranz gegenüber Vätern in Elternzeit“, sagt Leonie Marquardt. Die 36-jährige Alleinerziehende aus Coppenbrügge betreibt zu Hause bei sich eine kleine Polsterei und kümmert sich gleichzeitig um ihre beiden Söhne, den fünfjährigen Nick und seinen zwei Jahre jüngeren Bruder Chris.

veröffentlicht am 20.02.2014 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 22:21 Uhr

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Autor:

Ernst August Wolf
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Die selbstständig tätige Mutter ist eine von fünf Frauen und Männern, die im Film „Wir gestalten Zukunft – Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ zu Worte kommen. Der rund 30 Minuten lange, von einer Berliner Kamerafrau gedrehte Streifen wurde jetzt vor zahlreichen Gästen in den Räumen der Weserbergland AG im Mediapark im Hefehof erstmals vorgeführt.

Die Ideen, das Thema durch einen auf einer DVD erhältlichen Film vorzustellen, stammt von der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises, Kirsten Wente. Zusammen mit Kristin von Blomberg und Anne-Brit Gäbel von der „Koordinierungsstelle Frau und Wirtschaft“ stellte Wente das Projekt jetzt vor. Finanziert wurde der Film jeweils zur Hälfte vom Sozialministerium und vom Landkreis.

Im Zuge des „demografischen Wandels“ sei vieles im Wandel, so Landrat Tjark Bartels in seiner Einführung, das mache zwar oft Angst, doch beinhalteten Veränderungen neben dem Verlust immer auch einen Gewinn. Insbesondere hob Bartels die Notwendigkeit von Flexibilität im Berufsalltag hervor, verwies auf die sich ständig verbessernde Vereinbarkeit von Familie und Beruf im öffentlichen Dienst, und forderte im Hinblick auf wachsende Altersarmut nachdrücklich eine Sozialstaffel für Kindergärten.

„Gerade eine vernünftige Stufung in diesem Bereich wird helfen, Frauen den Wieder- beziehungsweise Neueinstieg ins Berufsleben zu erleichtern.“ Der Film veranschaulicht neben dem Familien- und Berufsalltag von Leonie Marquardt beispielsweise auch die Erfahrungen, die die Kulturmanagerin Ute Fehn, Chefin des Landschaftsverbandes und von Radio Aktiv, mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf gemacht hat, aber auch Väter wie der Klavier- und Cembalobauer Hans-Martin Zimmermann oder der Biogasanlagen-Fachmann Oliver Nacke kommen zu Wort.

Zielgruppe der DVD sind zum einen betroffene Berufstätige selbst, vor allem aber Betriebe. Dass die Unternehmen derartige Anregungen mittlerweile bereitwillig aufnehmen und sich etwa durch eine freiwillige Fragenbogenaktion in die Thematik einbringen, unterstrich der Vorstandschef der Weserbergland AG, Hans-Ulrich Born.

Seit einigen Jahren greife in der Wirtschaft ein Paradigmenwechsel: Statt des absoluten Vorrangs des Berufs vor der Familie hätten immer mehr Unternehmen erkannt, dass nur ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Privat- und Berufsleben zufriedene Arbeitnehmer, damit einen hohen Qualitätsstandard und den Wert guter Arbeit sichere.



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