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Sanitäter in Schutzanzügen transportieren Lungenkranke in Kliniken / Seniorin in akuter Lebensgefahr

Fieberhafte Fahndung nach dem Erreger

Coppenbrügge. Fieberhaft fahnden Laborärzte in Hameln nach dem bislang unbekannten Erreger, der 18 der 44 Bewohner des Seniorenpflegeheims „Rosenaue“ an der Niederstraße in Coppenbrügge krank gemacht hat. „Wir können im Moment noch nicht sagen, was es ist“, sagt Dr. Hubert Topp, Chefarzt der internistisch-kardiologischen Abteilung des Sana-Klinikums bei Redaktionsschluss. Die erkrankten Frauen und Männer im Alter von 72 bis 92 Jahren, die gestern mit einem Großaufgebot an Rettungs- und Notfallkrankenwagen in umliegende Kliniken gebracht worden sind, haben alle dieselben Symptome: Fieber, Luftnot und Husten. „Ich habe bei sämtlichen von mir untersuchten Patienten zudem auffällige Lungengeräusche festgestellt“, berichtet der Leitende Notarzt Dr. Michael Rosteck. Um was für eine Lungenkrankheit es sich handelt, kann auch er nicht sagen. Es ist nicht einmal bekannt, ob die Krankheitsfälle von Bakterien oder von Viren verursacht wurden. Auch eine Legionelleninfektion ist denkbar, aber nach Meinung von Experten „nicht sehr wahrscheinlich“. Das Gesundheitsamt hat dennoch vorsorglich ein Duschverbot verhängt, will das Wasser im Heim am Montag untersuchen lassen. Zwei Patienten sind nach Angaben von Dr. Rosteck in einem kritischen Zustand. „Eine Frau schwebt in akuter Lebensgefahr.“ Drei Menschen liegen auf Intensivstationen. Bereits am Donnerstag und in der Nacht zu gestern seien drei Erkrankte in Kliniken eingewiesen worden, erzählt der Notarzt. Eine weitere Infizierte habe die Mitfahrt verweigert und werde deshalb vom Hausarzt im Heim betreut, sagt Dr. Rosteck.

veröffentlicht am 08.12.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 24.01.2019 um 16:02 Uhr

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Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite


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