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Gesetzgeber billigt Ausnahmeregeln für schwerere Fahrzeuge

Feuerwehr-Führerschein kommt

Hameln-Pyrmont (tis). Die Einzelheiten für einen spezielle „Feuerwehr-Führerschein“, der es in Zukunft Brandschützern ermöglichen soll, auch Fahrzeug bis zu 7,5 Tonnen zu fahren, sind jetzt festgelegt worden. Dies konnte Dezernatsleiter Gerhard von Zobeltitz den Mitgliedern des Ausschusses für Feuerwehr und Rettungsdienst mitteilen.

veröffentlicht am 18.05.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 22:41 Uhr

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Nach Einführung der neuen Führerscheinklassen 1999 ließ der einfache „Pkw-Führerschein“ (Klasse B) nur zu, dass Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen gefahren werden dürfen. Die meisten Feuerwehrfahrzeuge überschreiten aber diese Gewichtsgrenze. Die Folge: Insbesondere die jüngeren Brandschützer mussten eine zusätzliche Führerschein-Ausbildung absolvieren, mit hohen Kosten für die Städte und Gemeinden. Und auch die Aktiven trugen einen Teil der Kosten mit. Besitzer des „alten“ Führerscheins der Klasse 3 können weiterhin Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen fahren.

Daher wurde seit Jahren nach einer kostengünstigen Alternative gesucht, die vom Bundestag und Bundesrat jetzt verabschiedet wurde. Zwei Variaten gibt es laut Gerhard von Zobeltitz in Zukunft. Bei der einfachen Variante gibt es eine „Sonder-Fahrerlaubnis“ bis 4,5 Tonnen. Die qualifizierte Variante erlaubt sogar, Fahrzeug bis 7,5 Tonnen zu fahren. „Zudem kann hier, wenn die Fahrpraxis nach zwei Jahren bescheinigt wird, der Führerschein auf die reguläre Klasse C 1 umgeschrieben werden. Das ist für mich auch eine Anerkennung des Ehrenamtes“, bemerkte der Dezernatsleiter.

Um den „Feuerwehr-Führerschein“ zu erlangen, ist zwar keine theoretische Prüfung erforderlich, aber ein Fahrlehrer muss feststellen, ob der Kandidat in der Lage ist, ein Fahrzeug mit der höheren Tonnenbegrenzung sicher zu führen. Das bringt zwar auch Kosten mit sich, die aber deutlich geringer liegen als beim Neuerwerb eines höherwertigen Führerscheins. Der „Sonder-Führerschein“ gilt aber nur für die Fahrer der Einsatzfahrzeuge von Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz. Es sei denn, es erfolgt nach zwei Jahren bei der qualifizierten Variante eine Umschreibung auf die Klasse C 1. Dann dürfen auch privat Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen gelenkt werden.



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