weather-image
23°

Ermittler sollen Schuppen untersucht haben – drei Tage nach dem Entrümpeln

Fall Lügde: Kripo schickt Hamelner Abrissunternehmen

ELBRINXEN. Entgegen ihren Verlautbarungen hat die Kripo Bielefeld am Dienstag doch noch Material von der Parzelle des Missbrauchs-Hauptverdächtigen Andreas V. untersuchen lassen. Wie auf dem Elbrinxer Campingplatz zu hören war, beauftragte die Ermittlungskommission „Eichwald“ mit der Abfuhr ein Abbruchunternehmen aus Hameln.

veröffentlicht am 16.04.2019 um 21:57 Uhr

Zwei Mitarbeiter eines Hamelner Abbruchunternehmens räumen Abfall von der Parzelle des Missbrauchs-Hauptverdächtigen. Auf dem Campingplatz hieß es, die Kripo Bielefeld habe sie geschickt. Foto: jl
Juliane Lehmann

Autor

Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Dessen Mitarbeiter holten unter anderem einen Metallschuppen in Elbrinxen ab. Er hatte nur wenige Meter neben Andreas V.s Behausung gestanden. Die Ermittler ordneten ihn dem in U-Haft sitzenden Ex-Dauercamper aber erst am Montag zu. Den Anlass könnte eine Medienanfrage geboten haben. NDR, WDR und Süddeutsche Zeitung wollten wissen, ob der Schuppen durchsucht worden sei. Drinnen fand die Polizei dann nur Werkzeuge und Metallschrott, wie sie am späten Montagabend mitteilte. Da lag die Entrümplung des Verschlags durch den vom Campingplatzchef beauftragten Abbruchunternehmer Christopher Wienberg aber schon drei Tage zurück. Die Räumung der Parzelle schob Platzbetreiber Frank Schäfsmeier am 9. April an. Am 27. März hatten die Ermittler den Tatort nach sechs Durchsuchungen freigegeben.

Dass die Polizei den Schuppen nicht Andreas V. zuordnete, wundert Platz-Chef Frank Schäfsmeier. „Der stand doch direkt hinter der Behausung“, sagt der 54-Jährige. Wem hätte er denn sonst gehören sollen?!“ Als die Kripo Detmold im Dezember erstmals auf den Platz gekommen sei, „habe ich ihnen gezeigt: Alles links vom Weg gehört Andreas V..“

Das Hamelner Abbruchunternehmen wollte sich zu dem Auftrag vom Montag nicht äußern. Von anderer Seite war zu hören, dass die Kripo den Schuppen später andernorts auseinandernahm.

Ob irgendwo in den inzwischen großteils in der Hamelner Müllverbrennungsanlage gelandeten 35 Tonnen Schutt von der Parzelle noch unentdeckte Beweismittel waren, ist nicht mehr zu klären.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt
    X
    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Adblocker funktioniert!

    Wir verstehen, dass Sie nicht hier sind, um Werbung zu sehen.
    Aber Werbe- und Aboeinnahmen sind wichtig für unsere journalistische Arbeit.


    Unterstützen Sie unseren Qualitäts-Journalismus, indem Sie Ihren Adblocker deaktivieren
    oder sich mit einem gültigem Digital-Abo anmelden.

    Sie haben ein Digital-Abo? Hier anmelden!

    Noch kein Digital-Abo?