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Fahrschulinhaber weist Vorwürfe als frei erfunden zurück

Fahrlehrer Bill Huter: „Ich bin das Opfer einer üblen Intrige“

Holzminden. Es waren schwere Vorwürfe, die der 45-jährige Langzeitarbeitslose Ralf Malorny in einer Beschwerde beim Job-Center Holzminden gegen die Fahrschule Huter und ihren Eigentümer Bill Huter aus Ilsede erhoben hatte (wir berichteten). Huter, so hatte Malorny erklärt, habe ihn im Rahmen eines mit einem Bildungsgutschein finanzierten Kurses bei der Deutschen Angestellten Akademie (DAA) unzureichend geschult, ihn während einer Fahrt geschlagen, selbst gekuppelt und gebremst, ja sogar in einer 70er-Zone das Fahrzeug auf 150 km/h beschleunigt. Die Folge: Die DAA kündigte den Vertrag mit Huter fristlos. Huter musste wegen der Vorwürfe befürchten, „dass mir die Fahrschule dichtgemacht und meine Existenzgrundlage vernichtet wird“. Eine Überprüfung seiner Fahrschule durch die Straßenverkehrsbehörde habe aber keinerlei Beanstandungen ergeben.

veröffentlicht am 01.12.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 09:21 Uhr

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Autor:

Wolfhard F. Truchseß
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Nach Darstellung Huters hat er bei seinen Recherchen zu dem Fall herausgefunden, dass hinter der Beschwerde Malornys ein ehemaliger Fahrlehrer seiner Fahrschule steckt. „Ich habe Zeugen aus dem Kurs, die mir bestätigt haben, dass dieser Fahrlehrer die Leute in dem Kurs aufgewiegelt hat. Da steckt offenbar Konkurrenzverhalten dahinter. Der wollte mich aus dem Vertrag drängen, um selbst eine Festanstellung in der DAA-Fahrschule zu bekommen. Aber daraus ist nichts geworden, wie ich inzwischen erfahren habe.“

An den von Malorny erhobenen Vorwürfen sei überhaupt nichts dran. „In den 38 Jahren, die ich als Fahrlehrer tätig bin, habe ich niemals jemanden im Fahrzeug gezüchtigt oder ihn beschimpft“, betont Huter im Gespräch. „Und niemals würde ich in einer 70er Zone den Fahrschulwagen auf eine unerlaubte Geschwindigkeit beschleunigen.“ Auch Behauptungen, er habe Fahrstunden falsch dokumentiert, weist Huter vehement zurück. Jeder einzelne Fahrschüler habe nach jeder einzelnen Fahrstunde mit seiner Unterschrift belegt, dass er ordnungsgemäß mit ihnen gefahren sei. „Ich habe einen Zeugen, der aussagen wird, dass die in der Beschwerde erhobenen Vorwürfe frei erfunden waren.“

Dagegen habe der andere Fahrlehrer versucht, mehr Fahrstunden als das genehmigte Kontingent von 34 Stunden beim Job-Center Holzminden für sich herauszuholen. Für mindestens sechs Kursteilnehmer habe er schriftlich angegeben, sie benötigten zusätzliche Stundenkontingente von zehn bis 50 Stunden, um den Führerscheinkurs erfolgreich bestehen zu können. „Die entsprechenden Unterlagen liegen mir vor. Ich kann das beweisen“, erklärt Huter und sieht sich „als Opfer einer üblen Intrige im Konkurrenzkampf eines schwierigen Marktes“. Denn nach der Mittelkürzung für Maßnahmen, mit denen Langzeitarbeitslose qualifiziert werden sollen, sei das Geschäft mit der DAA seit November 2013 in einer schweren Flaute gewesen. Nachdem er nun wisse, wie die Beschwerde zustande gekommen sei, habe er Strafanzeige gegen den Fahrlehrer und die Beschwerdeführer erstattet. Die Polizei in Ilsede ermittle bereits.

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