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Impressionen aus dem Weserbergland

Es ist auch Frühling – irgendwie

WESERBERGLAND. Haben Sie es gemerkt? Es war Frühlingsanfang! Schauen wir doch einmal nach, ob auch die Natur im Wald bereits von Wintertristesse auf Frühjahrsfarbtupfer umgestellt hat. Wo wäre eine Bestandsaufnahme naheliegender, als rund um die Frühlingswiesen auf dem Kamm des Pyrmonter Berges.

veröffentlicht am 23.03.2020 um 10:00 Uhr

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Autor

Reporterin

Und da ist gleich mal eine Entschuldigung ans Kirschendorf angebracht, aber der Aerzener Name der Gellerser Waldwiesen passt irgendwie besser zur Jahreszeit, als der Begriff, mit dem die Gellerser ihr Grasland bezeichnen. Hier heißen sie Himmelswiesen, weil sie ganz oben auf dem Berg liegen – dem Himmel eben ganz nah.

Bevor man die Waldwiesen von der Aerzener Seite erreicht, wird dem Wanderer erst einmal unerbittlich vor Augen geführt, wie sehr der Wald in den letzten Jahren gelitten hat. Nahezu Kahlschlag durch Trockenheit, Käferbefall und Sturm. Der Wald ist stellenweise kaum wiederzuerkennen. Aus diesem Grund stehen auch bereits am Waldrand Warnschilder: „Achtung! Gefahr durch herabstürzende Äste und umbrechende Bäume. Betreten Sie den Wald nicht abseits der Wege.“

Zwischen all den Ästen und Stämmen am Boden haben sich aber bereits die gelb blühenden Himmelsschlüssel den Weg an die Oberfläche erkämpft. Das Primelgewächs bevorzugt als Standort lichter werdende Wälder. Auch die weißen Buschwindröschen findet man am Wegrand, gleich neben gelb blühenden Huflattich und Scharbockskraut sowie Gelbstern. Und dann, am Ende des Kammweges in Richtung Bad Pyrmont, ist auch er bereits aufgeblüht: der Lerchensporn. Der Waldboden ist hier von den weißen und lilafarbenen Blütentrauben übersät, die sogar einen ganz leichten Duft ausströmen. Und die Luft ist erfüllt vom Summen unzähliger Hummeln, die eifrig Nektar sammeln.

5 Bilder
Der Frühling ist die Zeit, in der die Natur zu neuem Leben erwacht. Foto: geb

Doch da ist noch ein Geruch, der in die Nase steigt: Auch das Wildgemüse Bärlauch zeigt bereits frische Austriebe und lässt keinen Zweifel an seiner Verwandtschaft mit Schnittlauch, Zwiebel und Knoblauch aufkommen. Wer sich an die Regeln hält, kann jetzt den Frühling im Wald mit allen Sinnen genießen.



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