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Weserbergland Tourismus setzt auf Vermarktung historischer Städte / Rekordergebnis für 2011

„Es geht nicht nur um die alten Gemäuer“

Weserbergland (uk). 2004 war das Jahr, als der Tourismus im Weserbergland die Talsohle durchschritt. Mit 2,6 Millionen Übernachtungen war die Branche an einem Tiefpunkt angelangt. Seitdem geht es kontinuierlich nach oben. Um 125 000 auf 3,2 Millionen stieg die Zahl der Übernachtungen im Jahr 2011. Das ist ein Plus von 18,5 Prozent. Gegenüber dem Jahr 2010 weist der Tourismus einen Zuwachs von 4,1 Prozent aus.

veröffentlicht am 12.12.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 22:41 Uhr

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Diese Zahlen wurden gestern bei der Jahreshauptversammlung der „Weserbergland Tourismus“ (WT) in Bad Pyrmont genannt. Von einem Rekordniveau und einer „äußerst erfolgreichen Bilanz“ war die Rede, und als Vorsitzender stellte Hameln-Pyrmonts Landrat Rüdiger Butte fest: „Das Weserbergland gehört zu einer der stärksten Destinationen in Niedersachsen.“ Aber die Region, so mahnte er, könne sich keinesfalls auf den bisherigen Erfolgen ausruhen, sondern müsse kontinuierlich und strategisch weiter am Erfolg arbeiten. „Wir sind gut, aber wir müssen besser sein als die Konkurrenz.“

Die findet sich ringsum und konnte 2011 sogar noch höhere Zuwachsraten vorweisen. So hatten beispielsweise die Regionen Mittelweser und Hannover-Hildesheim einen Zuwachs von jeweils 9,3 Prozent. Seit zwei Jahren arbeitet der Verein an dem „Zukunftskonzept Tourismus im Weserbergland 2015“. Mit dem Weser-Radweg und dem 225 Kilometer langen Weserbergland-Wanderweg sind zwei wichtige Themenfelder bereits umgesetzt. Doch diese beiden Wege berühren naturgemäß einige, doch längst nicht alle Orte. Die Radler auf dem Weser-Radweg zum Beispiel sind laut WT-Chefin Petra Wegener nur bedingt bereit, sich Attraktionen abseits ihrer Route entlang der Weser anzusehen. „Und wenn, dann nur im Radius von höchstens fünf Kilometern“. Städte wie Bad Pyrmont haben also nichts oder nur wenig von diesem Erfolgsmodell. Mit der Vermarktung eines dritten Themenfeldes soll sich das ändern. „Historische Städte im Weserbergland“ heißt das jüngste Projekt, mit dem sich Matthias Wedepohl von der Berliner Unternehmensberatung „Project m“ im Auftrag der WT befasst. Historische Städte gibt es zuhauf in der Region. Das fängt in Hameln an, führt über Rinteln und Bad Pyrmont und hört in Höxter oder Einbeck noch lange nicht auf. „Wollen wir das erfolgreich vermarkten, dann geht es nicht nur um alte Gemäuer“, warnte er. „Es geht darum, wie Stadtgeschichte erlebbar gemacht werden kann.“ 20 Orte aus dem Weserbergland nehmen derzeit an einer Bestandsanalyse teil. Der Unternehmensberater hat in den vergangenen Monaten bereits in vielen Orten einen Städtecheck unternommen, um die Stärken und Schwächen aus Kundensicht zu untersuchen. Sein Fazit lautet: „Ich bin überrascht, welche Schätze die Region vorhält, es gibt sicher noch vieles zu tun, aber insgesamt verfügt die Region mit ihren historischen Orten über ein konkurrenzfähiges Potenzial, das bislang aber touristisch noch nicht im möglichen und notwendigen Umfang genutzt werde. Mangelnde Orientierungshilfe für Gäste hat er in allen 20 Orten festgestellt, und vor allem für Besucher, die Stadtgeschichte auf eigene Faust entdecken wollen, fehle es an zeitgemäßen Angeboten. Gemeinsam will der WT nun mit den Orten an einer Marketingstrategie arbeiten, und dazu im Jahr 2013 Angebote entwickeln.

Außerdem arbeitet die WT daran, das Weserbergland 2013 zur flächendeckenden Qualitäts-Radregion mit dem Gütesiegel des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs zu machen. Auch um den Gesundheitstourismus will sich Wegener und ihr Team kümmern. Aus einer Bestandsanalyse sollen marktfähige Angebote für die Gesundheitsstandorte erarbeitet werden, denn genau die fehlen bislang.

Die Altstadt von Höxter – mit den historischen Städten will Weserbergland Tourismus künftig verstärkt werben.



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