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500 Fans feiern auf der Deisterstraße

Erst Hupkonzert, dann Sitzblockade

HAMELN. „Humba, Humba, Humba, Täterääää! und immer wieder „Olé, Olé, Olé, Olé…“ Die Jogi-Elf hat bei der WM 2018 ihr erstes Spiel gewonnen. Durch ein Last-Second-Tor – Toni Kroos sei Dank. Ob daheim vor dem Fernseher, in Kneipen oder auf der inoffiziellen Fanmeile Deisterstraße – die Hamelner sind aus dem Häuschen.

veröffentlicht am 24.06.2018 um 14:23 Uhr

Foto: ube
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Der Weltmeister ist endlich dabei, seinen Titel zu verteidigen. Freudentaumel, Fan-Gesänge, Fußball-Glück. Es ist vollbracht – Sieg über Schweden. Stimmung pur. Ganz Deutschland liegt sich in den Armen, feiert ausgelassen den Erfolg der deutschen Mannschaft. Seit Jahren schon ist es Tradition, nach einem gewonnenen Spiel zur Aral-Tankstelle zu pilgern, um dort gemeinsam zu feiern. So auch am Samstagabend. 500 meist junge Fans sind nach Angaben der Hamelner Polizei gekommen. Die Beamten lassen sie gewähren. Erst lauter Korso, dann fröhliche Sitzblockade. Der Moment des kollektiven Glücks soll verlängert werden. Fanfaren und Tröten, Hupen und Rasseln – alles, was Krach macht, wird eingesetzt. Ein alter Bekannter ist zurück: die Vuvuzela. Fahnen werden geschwenkt – es sind allerdings – gefühlt – weniger, als früher. Dennoch herrscht mal wieder Ausnahmezustand. Die Polizei zeigt Präsenz, greift aber nur ein, wenn sich Fans in Gefahr begeben. Irgendwann wird die Meile gesperrt. Mehmed (19) ist mittendrin. „Ich bin hier geboren und für Deutschland. Das ist doch klar.“ Sabrina hat Tränen in den Augen und eine Bierdose in der Hand. „Ich könnte vor Glück heulen“, sagt sie. „War das ein spannendes Spiel. Am Ende habe nicht mehr geglaubt, dass ich heute hier stehen werde.“ Ihre Freundin nickt aufgeregt. Ihr fehlen wohl die Worte.

Andreas Zimmer, Chef der aus Sicherheitsgründen abgeriegelten Aral-Tankstelle, lässt Dosenbier statt Benzin verkaufen – den Pfand spendet er an Interhelp. Der Centrale Krankentransport steht in Bereitschaft (niemand brauchte medizinische Hilfe), eine Kehrmaschine der Stadt Hameln auch. Nach der Feier wird sofort sauber gemacht.

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