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2021 Wechsel bei S-Bahn Hannover

Endgültig: Zuschlag für Nordwestbahn

HAMELN-PYRMONT/HANNOVER. Jetzt ist es endgültig: Die S-Bahn Hannover wird ab Ende 2021 für zunächst zwölfeinhalb Jahre von der privaten Nordwestbahn (NWB) betrieben. Die Deutsche Bahn (DB) ist vor der Vergabekammer und dem Oberlandesgericht Celle damit gescheitert, die Weichen bei der Neuvergabe umstellen zu lassen.

veröffentlicht am 06.11.2018 um 19:03 Uhr
aktualisiert am 12.11.2018 um 10:19 Uhr

Die Nordwestbahn fährt in den Räumen Bremen und Braunschweig mit modernen Elektro-Triebzügen vom Typ „Coradia Continental“ des französisch-deutschen Herstellers Alstom.

Autor:

Marc Fisser und Thomas Nagel

Der Zuschlag durch die Region Hannover wird von den Richtern nicht beanstandet.

Bei der DB hatten sich die Verantwortlichen gewundert, dass die Konkurrenten, eine Tochter der teilstaatlichen französischen Transdev-Gruppe, trotz der vielen Vorgaben mit ihrem Angebot preislich so viel besser liegen konnten. Und das, obwohl gut 300 Millionen Euro für 64 neue Triebzüge ausgegeben oder ein entsprechender Leasingvertrag geschlossen wird. Ulf-Birger Franz, Verkehrsdezernent der Region Hannover, erklärt jedoch: „Die Kriterien sind im Vorfeld definiert, am Ende bekommt der Bieter mit dem wirtschaftlichsten Angebot den Zuschlag.“

Kunden und Bürgermeister halten der NWB häufige Unpünktlichkeit vor. Das Unternehmen hat eine geringe Personaldecke, sucht händeringend Lokführer. Die S-Bahn Hannover ist für Investoren attraktiv. Sie befördert pro Jahr mehr als 31 Millionen Fahrgäste – Tendenz weiter steigend. Die Region hatte eine Fahrleistung von 9,6 Millionen Kilometern ausgeschrieben. Der Nahverkehr arbeitet fast nirgendwo in Deutschland direkt kostendeckend; der Staat garantiert aber im Gegenzug für preisgünstige Tickets Ausgleichszahlungen.

Mit dem Betreiberwechsel in Hannover soll es eine Reihe von Verbesserungen auf den zehn Strecken geben, darunter die Linien 5 und 51 durchs Weserbergland über Bad Münder, Hameln, Emmerthal und Bad Pyrmont nach Paderborn. Die Nordwestbahn hat zugesichert, mit überwiegend neuen Zügen an den Start zu gehen. Sie werden mit Ökostrom betrieben. In jedem Zug wird sich ein Zugbegleiter befinden. In den Linien 1, 2 und 5 wird die Zahl der Sitzplätze erhöht. Alle Züge werden mit kabellosen Internetzugängen ausgerüstet sein. Unabhängig von dem Betreiberwechsel werden von den Verantwortlichen mittelfristig weitere Veränderungen erwogen. Dabei geht es unter anderem um den Anschluss an den Flughafen in Langenhagen, den das Weserbergland „zur Hälfte“ verlieren könnte und deutlich schnellere Verbindungen von Hameln aus zum Hauptbahnhof Hannover.



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