weather-image
Cyberkriminalität fordert Polizei im Weserbergland / Viel Zeit in die Aus- und Fortbildung des Personals investiert

Emmerthal ist die sicherste Gemeinde im Kreis

Hameln-Pyrmont. Im Weserbergland sei die Welt noch in Ordnung, meinen Ermittler - und verweisen auf statistische Zahlen. Das ist sogenannte Häufigkeitszahl, die aussagt, wie hoch die Kriminalitätsbelastung in einer bestimmten Region ist. Abgebildet wird dabei die Anzahl der Straftaten je 100000 Einwohner. Anhand dieser Messgröße sei es möglich, verschiedene Regionen hinsichtlich ihrer Kriminalitätsbelastung miteinander zu vergleichen, erklären Statistiker. Zugleich könne aus der Häufigkeitsziffer abgeleitet werden, wie hoch das Risiko ist, Opfer einer Straftat zu werden.

veröffentlicht am 21.02.2016 um 17:42 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:36 Uhr

270_008_7836464_lkae_2202_Kelle.jpg
Ulrich Behmann

Autor

Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

In der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden lag die Häufigkeitszahl im Jahr 2015 bei 6022 Taten. Im Landkreis Hameln-Pyrmont wurden 6468 Straftaten je 100000 Einwohner begangen, im Landkreis Holzminden lag die Häufigkeitszahl sogar bei nur 5100. Im Vergleich mit dem Landesschnitt von 7263 Straftaten je 100000 Einwohner wird deutlich, dass die Kriminalitätsbelastung in den beiden von der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden betreuten Landkreisen nach wie vor erfreulich gering ist, meint Kriminaldirektor Ralf Leopold, der die Inspektion leitet.

Mit 293 Fällen und einer Häufigkeitszahl von 2966 ist die Gemeinde Emmerthal (9877 Einwohner) die sicherste im Landkreis - gefolgt von Aerzen. Erfreulich: In den Landkreisen Hameln-Pyrmont und Holzminden gab es weniger schwere Diebstähle (1615 Delikte). Im Vergleich zum Vorjahr wurde ein Rückgang um 212 Straftaten (minus 11,60 Prozent) verzeichnet. „Auch im Bereich des Diebstahls setzt sich sowohl hinsichtlich der Fallzahlen als auch hinsichtlich der Aufklärungsquoten ein positiver Trend fort“, sagt der Leiter des Zentralen Kriminaldienstes, Polizeioberrat Jens Kozik. Beim einfachen Diebstahl wurden mit 2526 Delikten sogar die geringsten Fallzahlen der vergangenen zehn Jahre verzeichnet. Diese Entwicklung gehe allerdings mit einer Verschiebung der Kriminalität in den virtuellen Raum einher. Kurz: Immer mehr Straftaten werden im Internet begangen. Im Jahr 2006 waren es 463 Fälle, im vergangenen Jahr schon 996. „Dieser Bereich fordert uns schon sehr“, sagt Kozik. Die Möglichkeiten, die das Internet biete, um auf kriminellem Wege Gewinne zu generieren, seien umfangreich und ermöglichten es den Tätern, von zu Hause aus – aus einer vermeintlichen Anonymität heraus – zu agieren. Die Aufklärungsquote von 83,67 Prozent belege allerdings, dass gute Chancen bestehen, entsprechende Delikte aufzuklären. Um die Ermittlungsarbeit im Bereich der Cyberkriminalität weiter zu optimieren, habe die Polizeiinspektion viel Zeit in die Aus- und Fortbildung des Personals investiert. Alle Polizisten seien in Grund- oder Intensivkursen mit den besonderen Erscheinungsformen im Internet und den speziellen Ermittlungsmethoden vertraut gemacht worden.

Die Anzahl der Vermögens- und Fälschungsdelikte hat mit 2940 Taten den zweithöchsten Stand der vergangenen 10 Jahre erreicht. Etwas besorgt ist die Polizei, wenn sie auf die Anzahl der Rohheitsdelikte schaut: 2049 Fälle wurden bearbeitet. Da sind 47 Taten mehr (plus 2,35 Prozent) als noch im Vorjahr.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt