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Das Weserbergland im Tourismus-Check / Kritische Bestandsanalyse des Europäischen Instituts ETI

Einige Stärken – aber auch etliche Schwächen

Weserbergland (wol). Eine malerische Flusslandschaft als prägendes Element, ein einmaliges kulturelles Potenzial mit den Schlössern und Burgen der Weserrenaissance, Städte wie Hameln und Bad Pyrmont als echte regionale Highlights – die Pluspunkte-Liste, die das Europäische Institut für Tourismus (ETI) bei seinen Recherchen für das Zukunftskonzept Weserbergland aufgestellt hat, kann sich durchaus sehen lassen.

veröffentlicht am 01.04.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 00:21 Uhr

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Schon seit Wochen sind die Tester des Instituts im Weserbergland unterwegs, um in einer kritischen Bestandsanalyse Stärken und Schwächen des Tourismus im Weserbergland aufzudecken. In sogenannten „mystery checks“ wird untersucht, wie kundenfreundlich die Tourist-Informationen im Weserbergland sind. „Dabei interessiert uns beispielsweise, wie lange es dauert, bis ein Anruf entgegengenommen wird, wie freundlich man bedient wird und ob die Mitarbeiter dem Kunden qualifizierte Auskünfte erteilen können“, erläutert Peter Hermann, Leiter Beratung vom ETI in Trier und mit den Untersuchungen vor Ort betraut. Dazu gehöre auch, dass unangemeldet touristische Einrichtungen begutachtet würden. Der Aufbau und die Benutzerfreundlichkeit der Homepage fließe ebenfalls in die Marktforschungen mit ein.

Jetzt liegt ein erstes Zwischenergebnis vor, das allerdings auch etliche Punkte auf der Mängelseite aufzeigt:

Im Vergleich zu anderen Mittelgebirgen wie dem Harz und dem Teutoburger Wald sei der Bekanntheitsgrad des Weserberglandes noch relativ gering. Hier müsse noch wesentlich stärker touristisch geworben werden.

Das Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb der Region, die Identifikation mit der Dachmarke „Weserbergland“ sei nicht überall gleich stark ausgeprägt. Insbesondere Orte in der Peripherie der Region orientierten sich eher an benachbarten touristischen Zielgebieten.

Bei den Beherbergungs- und Gastronomie-Betrieben des Weserberglandes gäbe es teilweise Defizite im Qualitätsstandard, und sie seien für größere Busgruppen leider nicht geeignet.

Die verkehrstechnische Erreichbarkeit sei zum Teil nicht ausreichend, und „es mag banal klingen“, so Peter Hermann, doch fehlten Hinweisschilder an den Autobahnen.

Insgesamt mangele es dem Weserbergland an Großprojekten mit überregionaler Anziehungskraft, sogenannten „Leuchttürmen“, wie sie beispielsweise die Lüneburger Heide mit dem Heide-Park, dem Serengeti-Park und dem Snow Dome vorzuweisen habe. Damit gäbe es ein deutliches Defizit an Angeboten für Familien mit Kindern.

Gerade weil der Weserradweg als das „Premiumprodukt“ des heimischen Tourismus gelte, müsse in das Netz der Wander- und Radwanderwege weiter investiert werden.

„Leider gibt es noch keinen zertifizierten Wanderweg im Weserbergland – da besteht ein großer Nachholbedarf“, bedauert Petra Wegener, Geschäftsführerin der Weserbergland Tourismus GmbH. Sie zieht ein positives Fazit aus den Ergebnissen, stellt aber fest: „Andere sind besser, und der Markt ist schnelllebig.“



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