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Adventskalender: Diese Tür lässt sich nur von innen aufschließen

Einerseits kirchlich, andererseits weltlich

Der Adventskalender der besonderen Art – wir öffnen Türen für Sie. Täglich. Besonders schöne und auffällige Pforten und Tore, aber auch Türen, hinter denen sich eine ungewöhnliche Geschichte verbirgt.

veröffentlicht am 09.12.2015 um 10:33 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 18:14 Uhr

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Karen Klages

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Karen Klages Reporterin zur Autorenseite
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Hameln. Es ist schon eine Besonderheit: Das Hauptportal der Marktkirche lässt sich nur von innen aufschließen. „Draußen gibt es kein Schlüsselloch“, erklärt Pastor Thomas Risel und hält den Schlüssel für die zwei Meter breite und 2,50 Meter hohe Tür in die Höhe. Neben dem Haupteingang vom Pferdemarkt gibt es aber noch weitere Türen, die in die Marktkirche führen. Und die betreten im Sommer viele Spanier. „Und das immer donnerstags“, erzählt Risel. Wer das Hauptportal betritt, wird auf einer entsprechenden Informationstafel auch auf Spanisch begrüßt. Die ganze Geschichte der Marktkirche, die, um 1200 erbaut, während des Zweiten Weltkriegs zerstört und 1959 wiedererrichtet wurde, wird – zwar nicht auf Spanisch – ebenso dargestellt. Einen besonderen Part nimmt das Hauptportal in den Erzählungen ein. Die Türflügel, eine Kupferarbeit aus dem Jahr 1961, zeigen „links die kirchliche und rechts die weltliche Seite“, erklärt Risel. Deutlich wird dies an jeweils drei Symbolen: die Attribute des Schutzpatrons und Namensgebers der Kirche, Nikolaus von Myra, die Lutherrose und der Phönix aus der Asche, als Symbol für die zerstörte Marktkirche, stehen auf der linken; das Hamelner Stadtwappen, die Weserbrücke mit Lachsen und das Kreuz des deutschen Ostens, das an die Flüchtlinge nach 1945 erinnern soll, stehen rechts. „Nachdem die Kirche 1542 lutherisch wurde, wurde der katholische Name St. Nicolai aber beibehalten“, erklärt Risel.

Übrigens ist das Hauptportal erst im vergangenen Jahr erneuert worden: „Sonne, Regen, Sturm – man merkte der Tür die Wetterseite an“, so Risel. Dennoch: Die Holztür, die sich hinter dem Kupferbeschlag verbirgt, sei nach über 53 Jahren in gutem Zustand gewesen.



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