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400 Frauen aus dem Kirchenkreis treten beim Treffen in Buchhagen den Gegenbeweis an

Eine weitere Tradition ohne Zukunft?

Buchhagen (sbr). Ist das Kreisfrauentreffen wie so viele andere Traditionsveranstaltungen auch ein Auslaufmodell geworden?

veröffentlicht am 22.06.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 07:21 Uhr

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Rund 400 Frauen aus allen sechs Regionen des Kirchenkreises Hameln-Pyrmont ließen sich beim Kreisfrauentreffen im Gasthaus Mittendorf in Buchhagen verzaubern – weniger als noch vor Jahren. „Jedem Alter wohnt ein Zauber inne…“ lautete das Thema und nicht nur die überwiegend älteren Damen konnten sich im Vortag von Annegrid Helwing wiedererkennen. Doch welcher „Zauber“ geht heute noch von einem Kreisfrauentreffen aus? Oder laufen die meist am Samstagvormittag stattfindenden Frauenfrühstücke in den Kirchengemeinden der Kirchenkreisveranstaltung den Rang ab? „Frauenarbeit ist grundsätzlich schwieriger geworden, seitdem der überwiegende Teil der Frauen neben der Familie auch noch einer beruflichen Beschäftigung nachgeht. Mit einem Frauenfrühstück am Samstag können und wollen wir nicht konkurrieren“, gibt Organisatorin Christa Walz zu bedenken. „Eine Veranstaltung am Nachmittag spricht nun einmal hauptsächlich Menschen an, die nicht mehr so stark in Familie und Beruf eingebunden sind, das wissen wir, und wir sind gerade deshalb angenehm überrascht, hier wieder genauso viele Damen und vereinzelte Herren begrüßen zu dürfen wie vor zwei Jahren“, ergänzt Cori Schwäkendiek, die gemeinsam mit Christa Walz in diesem Jahr das Kreisfrauentreffen organisiert hat.

Deutlich jünger als der Durchschnitt und, wie sie im Gespräch offen gesteht, auch ohne jegliche Kreisfrauentreffen-Erfahrung ist Kerstin Ritter. Die 40-Jährige engagiert sich seit etwa zwei Jahren ehrenamtlich im Treffpunkt Café der evangelischen Kirchengemeinde Aerzen. „Mein erster Eindruck, als ich hier in den Saal kam und die vielen hundert Frauen sah, die sich fröhlich begrüßten und unterhielten, war einfach überwältigend“, erklärt sie. Der lebendige Vortrag und auch das gemeinsame Singen der modernen Kirchenlieder kamen bei ihr gut an. Noch ein Jahr jünger als Kerstin Ritter ist Karin Rischmüller am Nachbartisch. Für sie ist es bereits der dritte Besuch eines Kreisfrauentreffens. „Ich freue mich immer darauf, liebe Bekannte wieder zu sehen. Und auch die Themen der Vorträge finde ich immer sehr ansprechend“, lobt die 39-Jährige die Organisation. Während sie fröhlich begrüßt wird und sich angeregt unterhält, wird deutlich, dass die Multhöperin viele „alte“ Bekannte im gesamten Kirchenkreis hat, denn als aktives Mitglied der Klingelbeutelband der Martin-Luther-Kirchengemeinde Hameln und des Gospelchors „Inspirations“ der Groß Berkeler St. Johannis-Kirchengemeinde kommt sie viel herum. Trotz Familie und Beruf haben sich beide ihre Freizeit so eingeteilt, dass sie an der Nachmittagsveranstaltung teilnehmen konnten.

Die Kollekte der Veranstaltung, die in diesem Jahr der ehrenamtlichen Kinderhospizarbeit Bad Pyrmont zugute kommen soll, beträgt 1390 Euro.

Drückten den Altersdurchschnitt der Teilnehmerinnen aus der Region 4 deutlich nach unten: Karin Rischmüller und Kerstin Ritter (v.l.).

Foto: sbr



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