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Moderne Messmethoden kommen an der Heisterburg zum Einsatz

Einblicke in die Geschichte

Rodenberg. Archäologen versuchen, mit moderner Technik mehr Informationen über die Heisterburg auf dem Bergkamm des Deisters im Wald zwischen Bad Nenndorf, Rodenberg und Barsinghausen zu erhalten. Das hat Dr. Jens Berthold, Kommunalarchäologe der Schaumburger Landschaft, mitgeteilt. Um mehr Licht in das Dunkel dieser Anlage zu bringen, wurden an sechs Tagen erstmals Messungen durchgeführt. Unter dem Oberbegriff Geophysik werden Messmethoden zusammengefasst, die zerstörungsfrei in den Untergrund „hineingucken“, ohne dass der Boden geöffnet werden muss.

veröffentlicht am 25.11.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 09:21 Uhr

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Etwa zwischen dem 10. und 12. Jahrhundert bestand die Heisterburg. Ihre Wälle und Gräben sind seit jeher bekannt. Sogar Mauern wurden dort bereits ausgegraben, jedoch in der altertümlichen Manier, wie sie zwischen Ende des 19. Jahrhunderts und 1930 üblich war – nach heutigem Verständnis eher Raubgrabungen, wie Berthold berichtet. Die Grabungsergebnisse sind dementsprechend ungenau. Sicher ist, dass eine Umfassungsmauer im Wall der Hauptburg steckt, die das Areal von fast 1 ha Größe sicherte. Ebenso wurden im Inneren Spuren von steinernen Gebäuden und Brunnen nachgewiesen.

Archäologe Dr. Jens Berthold hatte für die Messungen Gelder beantragt und die Marburger Fachfirma Posselt & Zickgraf Prospketionen engagiert. Unter Mithilfe vieler Ehrenamtlicher konnten die gesamte Hauptburg und ein Teil der wesentlich größeren Vorburg mit dem Magnetometer und dem Georadar abgescannt werden. Die Daten müssen zwar noch ausgewertet werden und zu einem Plan zusammengesetzt werden, erstmals wird sich damit aber ein Bild der Innenbebauung zeichnen lassen. An mehreren Stellen zeigen sich bereits jetzt gerade Linien, die im rechten Winkel verlaufen, wie der Archäologe mitteilt. Sie kennzeichnen Steinmauern im Lehmboden. „Diese zählen zu den wichtigsten Neuentdeckungen, da auf diese Weise bislang unbekannte Gebäudegrundrisse zu erschließen sind“, heißt es zu den ersten Ergebnissen. „Starke magnetische Signale deuten daneben auf Öfen und Eisenhandwerk hin.“ red



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