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Landkreis Schaumburghat keine Meldung erhalten

Ein Wolf in Stadthagen gesichtet?

STADTHAGEN. Kurz vor Weihnachten soll ein Waldspaziergänger in Afferde im Nachbar-Landkreis Hameln-Pyrmont einen Wolf gesichtet haben. Er schoss sogar ein Foto von dem Tier. Nun soll auch ein Wolf in Stadthagen gesichtet worden sein. Das zumindest behauptet eine Lauenhägerin, die am Dienstagabend Richtung Stadthagen unterwegs war und in der Nähe des Walds einen Wolf gesehen haben will.

veröffentlicht am 11.01.2017 um 15:40 Uhr

Foto: pixabay (cc)

Autor:

Jennifer Minke-Beil
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In den sozialen Medien berichtet sie, dass gegen 21 Uhr am Stadtrand ein Wolf die Straße überquert habe. Außerdem habe sie im Dunkeln noch weitere leuchtende Augenpaare gesehen. Ob es sich dabei um den Wolf in Afferde oder einen anderen gehandelt hat, ist ungeklärt. Es kann sich auch um ein anderes Tier gehandelt haben.

Beim Veterinäramt des Landkreises ist indes bisher noch keine Meldung über einen Wolf eingegangen. Die Mitarbeiter dort warnen jedoch vor vorschnellen Schlüssen und Panik. Es komme immer wieder vor, dass beispielsweise Schäferhunde für Wölfe gehalten werden. Im vergangenen Jahr mutmaßte die Polizei bei einem angefahrenen Hund, dass es sich um einen Wolf handeln könne. Bei der anschließenden Prüfung stellte sich jedoch heraus, dass das Tier sehr alt war und einige Büschel ergraut waren. „Schäferhunde sind die meist gehaltene Rasse in Deutschland und können einem Wolf ähnlich sehen“, sagt Ulf Güber, Amtstierarzt für Tierschutz beim Landkreis. Auch bestimmte Huskies und Tschechische Wolfshunde können dem Wolf durchaus ähnlich sehen und somit zu Verwechslungen führen.

Da es bisher keine Beweismittel wie Haare oder Kot gebe, sei eine Einschätzung schwierig. DNA-Analysen solcher Funde könnten einen eindeutigen Aufschluss darüber gegeben, ob es sich um einen Wolf handelt. Zu den eindeutigen Hinweisen – C1 genannt – zählen Fotos oder DNA-Nachweise. Zur Kategorie C2 gehören Bestätigungen von erfahrenen Experten. Im Falle einer reinen Sichtung von C3 – eine unbestätigte Meldung.

Güber betont, dass Menschen keine Angst vor Wölfen haben müsste, da sie von Natur aus scheu seien. Über eine mögliche Population in den Wäldern Schaumburgs könnten keine Angaben gemacht werden. Ob sich nun ein Einzeltier oder ein Rudel hier niedergelassen habe, sei reine Spekulation. Sichte eine Person einen Wolf, sei es üblich, dass Güber oder die beiden zuständigen Wolfsberater Florian Brandes und Jürgen Müller des Landkreises informiert werden. Es gebe seit Jahren ein Konzept, das greife, wenn ein Wolf gesichtet werde.



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