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Im Wald bei Amelgatzen: Von Schafstall, Schuppen und Wochenend-Hütte bleiben nur rauchende Trümmer übrig

Ein Raub der Flammen

AMELGATZEN. Auf dem Rotenberg oberhalb von Amelgatzen ist am frühen Sonntagmorgen ein Feuer ausgebrochen. Der glutrote Flammenschein wurde kurz vor 4 Uhr entdeckt – er war kilometerweit zu sehen. Schafstall, Schuppen und Wochenend-Hütte brannten bis auf die Grundmauern nieder.

veröffentlicht am 19.11.2017 um 18:07 Uhr
aktualisiert am 20.11.2017 um 13:50 Uhr

Flammen auf dem Rotenberg. Als die Feuerwehr ankam, war das große Holzgebäude bereits eingestürzt. Foto: ube
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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AMELGATZEN. Auf dem Rotenberg oberhalb von Amelgatzen ist am frühen Sonntagmorgen ein Feuer ausgebrochen. Der glutrote Flammenschein wurde kurz vor 4 Uhr entdeckt – er war kilometerweit zu sehen. Dennoch mussten die Feuerwehrkräfte erst erkunden, wo genau es brennt und wie man zur Brandstelle kommt. Kurz vor dem Einsatzort fuhr sich ein Tragkraftspritzen-Fahrzeug, das Löschwasser auf den Berg brachte, auf einem völlig verschlammten und glitschigen Weg fest. Es wurde von einem Löschfahrzeug aus Amelgatzen aus dem Morast gezogen. An einer Steigung drehten die Reifen des Feuerwehrfahrzeugs allerdings erneut durch. Schieben half nicht. Nur das geländegängige Tanklöschfahrzeug aus Amelgatzen war sofort ohne Probleme durchgekommen.

Nach ersten Erkenntnissen ist in der zweiten Nachthälfte ein etwa 10 mal 25 Meter großes Holzgebäude bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Nach Angaben von Ludolf von Klencke handelt es sich bei dem Gebäudeensemble um einen Schafstall mit Schuppen und Wochenend-Hütte. Lämmer und Muttertiere seien wohl vor dem Feuer geflüchtet und auf eine Wiese gelaufen, sagte Ludolf von Klencke, der Ortsbrandmeister von Hämelschenburg. „Als wir ankamen, war bereits das Ziegeldach eingestürzt.“

Zunächst hatte die Leitstelle die Wehren aus Amelgatzen, Hämelschenburg und Welsede sowie Spezialisten aus Kirchohsen mit einer Wärmebildkamera alarmiert. Wenig später heulten weitere Sirenen, piepten Funkmeldeempfänger. Verstärkung kam aus Emmern, Kirchohsen, Lüntorf und Ohr. Feuerwehrleute verlegten eine 1200 Meter lange Schlauchleitung bergauf, förderten Wasser aus der Emmer.

Im Morast – ein Feuerwehrfahrzeug sitzt fest. Foto: ube
  • Im Morast – ein Feuerwehrfahrzeug sitzt fest. Foto: ube
Das Wasser aus dem Tanklöschfahrzeug reichte nicht aus. Foto: ube
  • Das Wasser aus dem Tanklöschfahrzeug reichte nicht aus. Foto: ube

„Zur Druckerhöhung mussten auf der Strecke zum Brandort mehrere Ortswehren mit Verstärker-Pumpen eingesetzt werden“, sagte Einsatzleiter Kay Leinemann. Auch Spezialfahrzeuge wie der Tankwagen aus der Feuerwehrtechnischen Zentrale und die Verpflegungsgruppe der Kreisfeuerwehr waren im Einsatz. Das DRK sicherte die Einsatzkräfte mit einem Rettungswagen der DRK-Wache Emmerthal ab. Die Besatzung wurde später von Ehrenamtlichen der Schnellen-Einsatzgruppe aus Bad Pyrmont abgelöst.

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