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Abfall-Konzept des Landkreises wird für die nächsten Jahre fortgeschrieben

Ein neuer Plan soll her

HAMELN-PYRMONT. Was es bei der Müllentsorgung in den kommenden Jahren zu beachten gibt, darüber haben sich Kreisabfallwirtschaft und Kommunalpolitik Gedanken gemacht. Planungsgrundlage für die Müllentsorgung ist das Abfallfallwirtschaftskonzept (AWK) für den Landkreis Hameln-Pyrmont. Dieses muss regelmäßig über einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren fortgeschrieben werden.

veröffentlicht am 07.09.2018 um 17:35 Uhr
aktualisiert am 07.09.2018 um 20:33 Uhr

Wie die Ziele bei der Müllentsorgung aussehen, steht im Abfallfallwirtschaftskonzept, über das derzeit beraten wird. Foto: Wal
Maike Lina Schaper

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Maike Lina Schaper Reporterin zur Autorenseite
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Das letzte Abfallwirtschaftskonzept stammt aus dem Jahr 2008. Ein Entwurf für ein neues AWK wurde jüngst von der Intecus GmbH im zuständigen Fachausschuss vorgestellt. Das Unternehmen aus Dresden ist auf Abfallwirtschaft und umweltintegratives Management spezialisiert. Den Entwurf für das Abfallwirtschaftskonzept segneten die Kommunalpolitiker nun einstimmig ab.

Basierend auf den Ergebnissen der im Jahr 2017 durchgeführten Hausmüllanalyse sind die künftigen Zielvorgaben zur Vermeidung, Verwertung und Beseitigung des Abfalls in dem Konzept erarbeitet worden. Im AWK-Entwurf sind zunächst der Ist-Zustand und die abfallwirtschaftlichen Strukturen im Landkreis Hameln-Pyrmont beschrieben. Darauf basierend wurde eine Prognose hinsichtlich der zukünftig zu erwartenden Abfallmengen abgegeben. Auf Grundlage dieser Erkenntnisse wurden von der Intecus GmbH Handlungsempfehlungen in Form eines Maßnahmenplans erarbeitet.

So wird darin beispielsweise als Maßnahme zur Abfallvermeidung empfohlen, Beratungen für einen abfallarmen und umweltverträglichen Einkauf durchzuführen, etwa was die Vermeidung von Plastiktüten angeht. Ohnehin ist Öffentlichkeitsarbeit ein sich stetig wiederholender Aspekt in den Empfehlungen.

Durch Aufklärungsarbeit soll unter anderem die Nutzung der Biotonne noch verbessert werden (Einwurf von Küchen- und Speiseabfällen in die Biotonne statt in den Restmüllbehälter/Vermeidung von Kunststofftüten im Biomüll). Gezielte Öffentlichkeitsarbeit scheint auch in den großen Wohnanlagen im Kreisgebiet gefragt, da dort häufiger falsche Abfälle in der Papiertonne landen.

Daneben lautet eine Empfehlung, holziges Material aus dem Kompost zu trennen und als Brennstoff zu verwerten. Des Weiteren könnte der erzeugte Kompost mit einem Gütesiegel zertifiziert werden.

Im Bereich der Logistik wird empfohlen zu prüfen, in wie weit eine Restmüllabfuhr im vierwöchentlichen Turnus sinnvoll sein könnte.

Nachdem die Politiker dem Entwurf des Abfallwirtschaftskonzepts im Ausschuss zugestimmt haben, können sich nun die kreisangehörigen Gemeinden, Behörden und Träger öffentlicher Belange zu dem Konzept äußern. Der Entwurf wird noch öffentlich ausgelegt. Dabei ist Zeit für Bedenken und Anregungen.

Information

Besseres Ergebnis erwartet

Die Kreisabfallwirtschaft erwartet zum Jahresende ein besseres Ergebnis als ursprünglich angenommen. Nach Auswertung des Halbjahresergebnisses zeichnet sich gegenüber dem Wirtschaftsplan ein besseres Ergebnis ab. Der Erfolgsplan 2018 schließt mit einem Defizit in Höhe von 199 000 Euro ab. Unter Berücksichtigung der bis zum Jahresende zu erwartenden Aufwendungen und Erträge wird für das Wirtschaftsjahr 2018 nun ein Überschuss von 98 000 Euro prognostiziert. Geringere Ausgaben gibt es beispielsweise bei den Kosten für den Betrieb der Kompostplätze, für Personal (unter anderem wegen zeitlich versetzter Einstellungen) sowie bei den Ausgaben für Kfz-Ersatzteile, Wertstoffsäcke und Diesel. Außerdem wurden einige Investitionen in folgende Jahre verschoben. Der größte Einnahmenknick liegt bei den Erlösen für Papier, die 474 000 Euro unter dem Plan liegen.



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