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Adventskalender: Das Rathaus von Coppenbrügge wurde von Juden erbaut

Ein markanter Löwenkopf

Coppenbrügge. Es ist ein markanter geschnitzter Löwenkopf, der die Tür des Coppenbrügger Rathauses ziert. Der Historiker Bernhard Gelderblom, der derzeit an einem Buch über die Geschichte der Juden in Coppenbrügge arbeitet, vermutet, dass Arnold Levy diese Tür Ende des 19. Jahrhunderts einbauen ließ, nachdem er das Gebäude im Jahr 1879 gekauft hatte. Mit dem Löwenkopf, so glaubt Gelderblom, habe er seinen Namen „Levy“ symbolisieren lassen wollen, denn Levy bedeutet eben auch Löwe. Der Erbauer des Hauses aber war Jacob Mosheim, der es um das Jahr 1837 auf zwei von ihm erworbenen Grundstücken als „Kaufhaus“ hatte errichten lassen. Der Gemeinde Coppenbrügge gehört der stattliche Bau seit 1951 und dient ihr seither als Rathaus. Bürgermeister Hans-Ulrich Peschka hat dort seinen Sitz. Auch wer andere Ämter der Gemeinde besuchen will, muss durch die mehr als 100 Jahre alte Tür, hinter der einst das Manufakturgeschäft von Jacob Mosheim beheimatet war und bis 1921 erst Arnold Levy und nach ihm dessen Sohn Oskar das Geschäft bis zum Ende des Ersten Weltkriegs führte. Dann versuchte sich Schuster Heuer in schwierigen Zeiten mit seinem Handwerk über Wasser zu halten, verkaufte das Haus 1921 für 158 000 Reichsmark an die Gemeinde.

veröffentlicht am 12.12.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 13:50 Uhr

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Autor:

Wolfhard F. Truchseß


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