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Warum Daniel Wittlake trotz deutlichem Übergewicht beim Iron Man gestartet ist

Ein Mann kämpft gegen das Fett

SPRINGE. Von der Couch-Potatoe zum Iron-Man. Diesen Weg sind schon einige gegangen. Das Besondere bei Daniel Wittlake aus Springe: Er hat den Langdistanz-Triathlon ohne Umwege über kleinere Wettbewerbe in Angriff genommen – mit 160 Kilogramm Gewicht.

veröffentlicht am 15.07.2017 um 11:16 Uhr
aktualisiert am 15.07.2017 um 12:52 Uhr

Daniel Wittlake auf der Radstrecke beim Iron-Man in Frankfurt. Nach 60 Kilometern muss er aufgeben – gescheitert ist er aber nicht.
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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite
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Am vorigen Wochenende startete er in Frankfurt. Auf der Radstrecke musste er wegen Kniebeschwerden aufgeben – als gescheitert sieht er sich aber nicht an. „Ich war schon immer übergewichtig“, erzählt Wittlake. „Als ich als 16-Jähriger mit Computerspielen angefangen habe, bin ich richtig auseinandergegangen.“
Gesundheitliche Beschwerden hatte der heute 28-Jährige allerdings nie – bis 2015. „Da fing es an mit Knie- und Gelenkschmerzen“, erinnert er sich. Viele Diäten waren bis dahin gescheitert, „deshalb wollte ich ein zusätzliches Ziel“, sagt Wittlake. Gemeinsam mit seinem besten Freund Simon Kolle beschloss er, sich für den Iron Man in Frankfurt anzumelden. Warum Triathlon? „Weil man das ohne Training nicht schaffen kann“, erklärt er. Der Weg war gewissermaßen das Ziel. Und der letzte Auslöser ihn zu gehen, war ein viermonatiger Krankenhaus-Aufenthalt im vorigen Jahr – Entzündungen in Sprunggelenken und Knien.
Danach ändert Wittlake sein Leben radikal. Von seinem Arbeitgeber, der DRK-Rettungswache in Hameln, lässt sich der Rettungssanitäter beurlauben, im Januar zieht er mit seinem Kumpel Kolle in eine WG in Hannover. 206,5 Kilogramm wiegt er zu der Zeit. Statt Job bestimmt nun der Sport seine Tagesstruktur. Fünf Stunden täglich trainiert er – Schwimmen und Radfahren. „Joggen könnte ich nicht. Den Marathon wäre ich gewalkt“, erzählt er. Bevor er sein Training startete, hatte er sich von Ärzten durchchecken lassen. Zusätzlich beginnt er eine Stoffwechseldiät, verzichtet auf Kohlehydrate, Zucker und Fett.

Auf seiner Website www.manfightsfat.com teilt Wittlake seine Erfahrungen, erhält viel Zuspruch etwa von Trainern und Physiotherapeuten. „Ohne diesen Unterstützungsapparat wäre es nicht gegangen.“

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