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Der Grünspecht ist Vogel des Jahres 2014

Ein echter Europäer hat gut Lachen

Weserbergland. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und sein bayrischer Partner, der Landesbund für Vogelschutz (LBV), haben den farbenprächtigen Grünspecht zum „Vogel des Jahres 2014“ gekürt. Auf den „Meckervogel“ 2013, die Bekassine, folgt damit der „Lachvogel“. Wegen seines markanten Rufes, der wie ein gellendes Lachen klingt, erhielt er diesen Beinamen. Im Gegensatz zur vom Aussterben bedrohten Bekassine hat sich der Bestand des Grünspechts in Deutschland erholt. Er liegt derzeit bei über 42 000 Brutpaaren und damit doppelt so hoch wie vor 20 Jahren. Diese Entwicklung ist unter Deutschlands Vogelarten einmalig. Übrigens ist der Grünspecht ein echter Europäer: Mehr als 90 Prozent seines weltweiten Verbreitungsgebietes befinden sich in Europa.

veröffentlicht am 03.03.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 21:41 Uhr

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Der Grünspecht ist in Niedersachsen als eine der 32 Vogelarten mit dem Rote-Liste-Status drei als „gefährdet“ eingestuft. Nach Angaben der Staatlichen Vogelschutzwarte Niedersachsen in der „Rote Liste der in Niedersachsen und Bremen gefährdeter Brutvogelarten 2007“ gibt es einen Bestand von etwa 2500 Revieren. Der Grünspecht ist vor allem im niedersächsischen Tiefland verbreitet.

„Zahlreiche niedersächsische NABU-Gruppen engagieren sich im Lebensraumschutz im Erhalt und der Pflege von Streuobstwiesen, so auch alle Gruppen im NABU-Kreisverband“, sagt der Vorsitzende Hans Arend. Er bevorzugt eben knorrige, dicke und hochstämmige Obstbäume. Grünspechte kommen auch in Parkanlagen und lichten Wäldern vor, die alte Bäume und Wiesenflächen mit Ameisen aufweisen – sofern dort keine Pestizide eingesetzt werden. Damit sich die Bestände der Grünspechte weiterhin erholen, fordert der NABU Niedersachsen das Land auf, Streuobstwiesen zu schützen.Denn durch die Intensivierung der Landwirtschaft und den Anbau von Mais zur Energiegewinnung verlieren der Grünspecht und andere Vogelarten zunehmend ihren Lebensraum und ihre Nahrungsgrundlage. „Um den Bestand des Grünspechts im Landkreis zu erfassen, bittet der NABU-Hameln-Pyrmont die Landkreiseinwohner um Mitarbeit“, erklärt Hans Arend. „Wenn Sie einen Grünspecht sehen oder rufen hören, melden Sie uns das bitte“. Unter der Rufnummer 05152/1581 und www.NABU-hamelnpyrmont.de/AKTUELL/Vogel des Jahres 2014 können Sie Ihre Beobachtungen beim NABU-Kreisverband abgeben.

Der farbenprächtigen Grünspecht wurde zum „Vogel des Jahres 2014“ gekürt.



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