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Digitalisierungs-Staatssekretär Stefan Muhle stellt Masterplan vor

„Ein deutliches politisches Signal“

HAMELN. Erst vergangene Woche wurde in Hannover der „Masterplan Digitalisierung in Niedersachsen“ vorgestellt. Als einem der ersten ist es dem CDU-Kreisverband Hameln-Pyrmont gelungen, den eigens dafür eingesetzten Staatssekretär für Digitalisierung Stefan Muhle zu einer Informationsveranstaltung nach Hameln zu holen.

veröffentlicht am 28.08.2018 um 20:47 Uhr

Die Digitalisierung, der Ausbau mit schnellem Internet, stabile Netze – das sind die Themen von heute für morgen. Foto: dpa
Joachim Zieseniß

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Joachim Zieseniß Reporter Coppenbrügge-Salzhemmendorf zur Autorenseite
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Im Bereich der digitalen Infrastruktur hat sich Staatssekretär Muhle, der die Digitalisierung als die hierzulande arg vernachlässigte Basis künftiger Entwicklungsmöglichkeiten sieht, ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Man wolle den flächendeckenden Ausbau mit gigabitfähigen Netzinfrastrukturen in Niedersachsen beschleunigen und bis spätestens 2025 im ganzen Land Übertragungsgeschwindigkeiten von mehr als einem Gigabit erreichen. Denn leistungsfähige Netze seien die Grundlage für den erfolgreichen Einsatz innovativer digitaler Technologien. Und hier müsse man nun Tempo aufnehmen, so Muhle.

Rund eine Milliarde Euro will Niedersachsen ausgeben, um den Anschluss an den digitalen Fortschritt nicht zu verlieren. Bis 2025 soll flächendeckend superschnelles Internet mit einem Gigabit pro Sekunde verfügbar sein; in Schulen, Krankenhäusern und Gewerbegebieten sogar schon 2021. Allein dafür sind 500 Millionen Euro veranschlagt. „Ein deutliches politisches Signal“, wie der Digitalisierungs-Staatssekretär unterstrich.

Viel Geld soll auch in den bislang vernachlässigten Ausbau des Mobilfunknetzes fließen, eine WLAN-Infrastruktur aufgebaut werden. Schon Ende 2019 sollen 98 Prozent der Haushalte in Niedersachsen versorgt sein. Mit 200 Millionen Euro wird außerdem die Verwaltung digitalisiert. In den nächsten Monaten wolle man mit den Regionen in Niedersachsen ins Gespräch kommen.

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Ziel des Masterplans sei es, Mittelstand und Handwerk die bestmöglichen digitalen Rahmenbedingungen zu bieten. Deshalb sehe es der Plan auch vor, für die Betriebe die Anschlüsse zu verbessern, auch wenn sie eigentlich unter die 30-Mbit/s-Klausel fielen, kündigte Stefan Muhle an. Gleichzeitig müsse es Ziel sein, den Wissenschaftsstandort Niedersachsen auf digitalem Wege zu stärken, indem Forschung und Betriebspraxis verzahnt werden.

Als weiteres Ziel hat sich der Masterplan vorgenommen, die digitale Kompetenz aller Niedersachsen in allen Altersklassen zu verbessern. Das soll in den Schulen begonnen werden. In der anschließenden Diskussion warf dieser Punkt die meisten Fragen auf: Von Raumproblemen bis zur Lehrerkompetenz wurde hier vieles infrage gestellt.

Respekt zollte der Staatssekretär den millionenschweren Eigenweg, den der Landkreis in Sachen Breitbandverkabelung eingeschlagen hat. Muhle: „Wir wollen diesen Weg gerne aus Hannover unterstützen.“ Für das eine Prozent der Haushalte, die beim Breitband-Anschluss im Kreis durch das Netz fallen, hatte der Digitalisierungs-Staatssekretär aber auch keine schnelle Patentlösung mitgebracht.



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