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So funktioniert die elektronische Steuerung auf der Autobahn

Ein Computer regelt nun die A 2

Auetal (la). Die Verkehrsschilder zur Geschwindigkeitsbegrenzung und zum Überholverbot für Lastwagen sind auf der Autobahn 2 im Auetal verschwunden. Nun wird der Verkehr durch elektronische Anlagen beeinflusst.

veröffentlicht am 19.04.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:41 Uhr

Je nach Verkehrsaufkommen wird die Geschwindigkeit geregelt.
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Im Abstand von zwei Kilometern wurden zwischen Wunstorf-Luthe und der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen in beiden Fahrtrichtungen Schilderbrücken über die Autobahn 2 gebaut, die mit einer elektronischen Verkehrsbeeinflussungsanlage ausgestattet sind. Über Messquerschnitte, die in die Fahrbahn eingelegt wurden, werden Verkehrsdaten wie das Verkehrsaufkommen und die Anzahl an Lkw auf der Strecke gemessen. Zusätzlich wurden sogenannte „Umfelddatenmessstationen“ errichtet, die unter anderem die Witterung und den Fahrbahnzustand erfassen. Alle Daten laufen in der Verkehrsmanagementzentrale in Hannover zusammen, von wo aus die Zeichen in den Schilderbrücken nach Bedarf geschaltet werden. Wie zum Beispiel Geschwindigkeitsbegrenzungen oder Überholverbot für Lkw.

„In den Bereichen, wo es das Gefälle oder die Kurvigkeit vorgibt, können die Anzeigen auch starr geschaltet bleiben, also permanent eine Geschwindigkeitsbegrenzung anzeigen“, erklärte Joachim Ernst von der zuständigen Straßenbaubehörde in Hannover auf Anfrage unserer Zeitung.

Außerdem könne natürlich vor einem Stau gewarnt werden, es könnten Unfälle angezeigt und Spuren eingezogen werden, falls das nach einem Unfall oder während Bau- und Wartungsarbeiten notwendig sei. „Die starre Blechbeschilderung gehört der Vergangenheit an. Die Verkehrsbeeinflussungsanlage ist wesentlich flexibler und somit besser“, sagte Joachim Ernst.

Insgesamt 6,7 Millionen Euro hat das Projekt mit 35 Schilderbrücken auf der 43 Kilometer langen Strecke gekostet. Mit dem Bau war im Frühjahr 2009 begonnen worden. „Die Fertigstellung in diesem Bereich schließt die vorletzte Lücke in der elektronischen Verkehrsbeeinflussung auf der vielbefahrenen A 2 in Niedersachen“, erklärte Joachim Ernst. Bis Jahresende 2010 soll auch der Abschnitt zwischen Lehrte-Ost und dem Autobahnkreuz Braunschweig-Nord mit einer solchen Anlage ausgestattet sein.

Auto- und Lastwagenfahrer dürfen auf der A 2 im Auetal jetzt auch manchmal schneller als 100 km/h fahren. So zeigten die LED-Verkehrszeichen gestern fast den ganzen Tag über 120 km/h an und kein Überholverbot für Lkw.



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