weather-image
10°

Die wichtigsten Fragen und Antworten zu den Breitband-Plänen des Landkreises

Eigenes Netz? „Risiken gibt es viele“

Hameln-Pyrmont. Schnelles Internet in drei Jahren – für fast alle: Das Ziel des Landkreises Hameln-Pyrmont ist überaus ambitioniert. Kann das Ziel erreicht werden? Gibt es Risiken und wenn ja welche? Die Dewezet hat nachgefragt.

veröffentlicht am 11.12.2015 um 15:35 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 13:50 Uhr

270_008_7807448_wb101_dpa_1112.jpg
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Der Landkreis Hameln-Pyrmont will innerhalb von drei Jahren mehr als 90 Prozent aller Haushalte mit schnellem Internet versorgen (wir berichteten). Um die weißen Flecken zu schließen, plant der Landkreis, das Heft des Handelns selbst in die Hand zu nehmen und ein eigenes Breitbandnetz zu bauen, das bis an die einzelnen Häuser heranführt. Nach Angaben von Andreas Manz, zuständiger Dezernent beim Landkreis für Wirtschaftsförderung, sind kreisweit rund 25 000 Haushalte betroffen, die aktuell mit Übertragungsraten von deutlich unter 30 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) auskommen müssen und dementsprechend für einen Anschluss infrage kämen. Favorisiert wird ein Betreibermodell: Der Landkreis ist Eigentümer des Glasfasernetzes und verpachtet das Netz an einen Betreiber – der allerdings erst gefunden werden muss.

Noch gibt es keinen entsprechenden Beschluss, noch befindet man sich in der Phase der Vorbereitung, dennoch drängen sich Fragen auf. Die Dewezet hat mit Andreas Manz gesprochen.

Herr Manz, wenn Hauseigentümer das schnelle Internet nutzen wollen, müssen sie den Anschluss beim Landkreis beantragen oder kommt der Kreis auf die Hauseigentümer zu?

Der Landkreis wird auf die Hauseigentümer zukommen.

Wenn der Anschluss zum Haus verlegt wird, muss natürlich auch das Erdreich aufgerissen werden. Welcher Aufwand wird betrieben und wie viel Zeit wird benötigt, einen Anschluss zu verlegen?

Aufwand und Zeit können derzeit noch nicht prognostiziert werden.

Welche Kosten kommen auf die Hauseigentümer zu?

Auch die Kosten können derzeit noch nicht genau vorhergesagt werden. Natürlich wird sich der Landkreis bemühen, die Kosten so gering wie möglich zu halten.

Wie sieht der weitere Zeitplan bis zur Umsetzung aus?

Zunächst kommt die europaweite Ausschreibung zur Providersuche. Erfahrungsgemäß dauert das nach den zu beachtenden Vorschriften etwas mehr als ein halbes Jahr. Finden wir einen Provider, muss die Politik grundsätzlich entscheiden, ob das Netz gebaut und wenn ja, wie dies finanziert werden soll.

Welche Risiken gibt es für den Landkreis?

Viele, wenn wir zum Beispiel keinen Provider finden oder sich die Finanzierung nicht darstellen lässt. Und, und, und.

Müssen Hauseigentümer den Internetprovider wechseln, wenn sie einen anderen Betreiber haben als der Landkreis?

Müssen sie nicht. Wenn sie aber die Leistungen des Kreisnetzes in Anspruch nehmen wollen, wird es darauf hinauslaufen. Es ist aber nicht auszuschließen, dass auch andere Anbieter Vergleichbares anbieten.

Wenn kein Betreiber für das Netz gefunden werden sollte, gibt es dann einen Plan B?

Es gibt keinen Plan B. Finden wir keinen Betreiber, wird das Netz nicht gebaut.

Wenn alles wie geplant umgesetzt werden könnte, wo würde man im Landkreis mit der Verlegung von Glasfaserkabeln beginnen?

Dafür gibt es noch keinen Zeit- und Ortsplan.

Interview: Matthias Aschmann



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt