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DSL-Umfrage - Hamelner stellt Strafantrag

Hameln-Pyrmont (ube). Wollen Behörden zu viel über Bürger wissen? Was passiert mit abgefragten Daten? Und: Sind sie sicher? Das fragen sich viele Menschen und sind nach den letzten Skandalen misstrauisch geworden. Ein Fragebogen zum Thema „Internetanschlüsse in privaten Haushalten und in Unternehmen“, der dieser Tage mitsamt einem von Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann und Landrat Rüdiger Butte unterzeichneten Anschreiben verschickt wurde (wir berichteten), hat den Hamelner Bernhard B. (Name geändert) dazu veranlasst, „gegen Frau Lippmann und Herrn Butte Strafantrag beim Datenschutzbeauftragten“ zu stellen.

veröffentlicht am 15.04.2009 um 18:31 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 23:41 Uhr

dsl
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Hameln-Pyrmont (ube). Wollen Behörden zu viel über Bürger wissen? Was passiert mit abgefragten Daten? Und: Sind sie sicher? Das fragen sich viele Menschen und sind nach den letzten Skandalen misstrauisch geworden. Ein Fragebogen zum Thema „Internetanschlüsse in privaten Haushalten und in Unternehmen“, der dieser Tage mitsamt einem von Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann und Landrat Rüdiger Butte unterzeichneten Anschreiben verschickt wurde (wir berichteten), hat den Hamelner Bernhard B. (Name geändert) dazu veranlasst, „gegen Frau Lippmann und Herrn Butte Strafantrag beim Datenschutzbeauftragten“ zu stellen. Die Umfrage, so Bernhard B., in einer E-Mail an die Dewezet, verstoße gegen das Landes- und gegen das Bundesdatenschutzgesetz, da durch das Abfragen von Wohnort, Straße und Hausnummer „der Bürger direkt abgleichbar gemacht“ werde. Für B. gehen Fragen wie „Welchen monatlichen Betrag sind Sie bereit, für eine (schnellere) Internetverbindung zu bezahlen (inkl. MwSt.)?“ oder „Wie nutzen Sie Ihren Internetanschluss?“ zu weit. Das Land Niedersachsen unterstützt den Ausbau des Breitbandnetzes, will mithilfe der Bürger Versorgungslücken finden, um diese möglichst schnell schließen zu können. Bernhard B. ging es wie sehr vielen Menschen in Niedersachsen, die sich mit dem Fragebogen der Behörden auseinandergesetzt haben. Er fühlte sich nicht richtig informiert. „Bei uns sind zahlreiche Anfragen von besorgten Bürgern eingegangen“, sagt eine Mitarbeiterin aus dem für Personaldatenschutz und Kommunalangelegenheiten zuständigen Team 1 des Landesbeauftragten für den Datenschutz in Niedersachsen. Vielen erging es so wie Bernhard B.. "Zu wenig Information schüre eben Misstrauen", sagt eine Hamelnerin (64). In Kreisen der Datenschützer wird diese Ansicht bestätigt. "Die Abgeordneten seien zwar gut unterreichtet worden, heißt es hinter vorgehaltener Hand. Beim Bürger jedoch sei das nicht geschehen. 



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