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Seniorenresidenz drohte das Aus – doch nun gibt es für Bewohner und Mitarbeiter ein Happy End

Drama um Maria-Helena

Coppenbrügge. Für die Mitarbeiter war es ein Schock, für die Bewohner eine Katastrophe: Mit Wirkung zum 16. Dezember erhielten die 40 Mitarbeiter die Kündigung, die 33 Bewohner im Alter von Mitte 60 bis 97 Jahren die Aufforderung, sich kurz vor Weihnachten eine neue Bleibe zu suchen – obwohl noch vor sechs Wochen alles in Ordnung zu sein schien (wir berichteten). Im Blickpunkt: die Seniorenresidenz Maria-Helena in der Niederstraße 4 in Coppenbrügge.

veröffentlicht am 12.12.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:04 Uhr

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Matthias Aschmann

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Matthias Aschmann Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Vor vier Wochen hatte das Drama unbemerkt von der Öffentlichkeit seinen Anfang genommen. Zu dem Zeitpunkt erfuhr Bürgermeister Hans-Ulrich Peschka nach eigenen Angaben erstmals über den Heimbeirat, dass es in der Seniorenresidenz alles andere als rund laufe, dass nichts funktioniere und der Pflegenotstand drohe. Peschka schaltete die Heimaufsicht des Landkreises Hameln-Pyrmont ein, nahm Kontakt zum Krankenhaus Lindenbrunn auf mit der Bitte, personell im Haus Maria-Helena auszuhelfen. Und das Krankenhaus Lindenbrunn half personell aus – zunächst über das Wochenende, dann auch noch über den Zeitraum von zwei weiteren Wochen. Inzwischen schrillten alle Alarmglocken. „Es kann nicht sein, dass so eine Einrichtung geschlossen wird“, unterstreicht der Bürgermeister. Die Bewohner so kurzfristig in andere Einrichtungen verlegen zu müssen, wäre fatal gewesen, erklärt Hanshermann Freise von der Heimaufsicht, zumal es kaum freie Plätze und schon gar nicht in der Nähe gebe. Dieses Schreckensszenario habe man unbedingt verhindern wollen. Auf der Suche nach einer Lösung liefen nach Angaben von Peschka und Freise die Drähte heiß. Auch das Krankenhaus Lindenbrunn sei gefragt worden. Da jedoch ein Verein, der Verein zur Betreuung von Schwerbehinderten, Träger der Klinik sei, sei es schwierig, kurzfristig eine Entscheidung zu erreichen, räumt Peschka ein. Der Landkreis habe auf die Betreiber der Seniorenresidenz, Geschäftsführer Guido Skarabus und Heimleiterin Dr. Justine-Maria-Helena Seifried, eingewirkt, sie versucht, zu motivieren, an einer Lösung mitzuwirken. Doch von den Betreibern sei nur signalisiert worden, die Einrichtung abgeben und sich zurückziehen zu wollen. Inzwischen hat das Hoffen und Bangen der Mitarbeiter und Bewohner ein Ende. Mit Wirkung zum 16. Dezember wird das Haus Maria-Helena unter der Regie des Seniorenheims Akazienhof weitergeführt. „Alle Mitarbeiter werden übernommen“, unterstreichen die Geschäftsführer Stephan Geschinsky, Hartmut Hartwig und Peter Koller. Die Immobilie, die der Sparkasse Hannover gehört, wollen die neuen Betreiber kaufen. Der Vertrag sei bereits ausgehandelt worden und werde demnächst unterschrieben. Hier warte man noch auf die Sparkasse Hannover. „Wir sind auf einem guten Weg“, ergänzt Peschka, allerdings sei man noch nicht ganz am Ziel. Bedenken, dass noch etwas schiefgehen kann, haben aber weder Peschka noch Freise, noch die künftigen neuen Betreiber. Gemeinsames Ziel sei es, diese Einrichtung zu retten und den Bewohnern eine dauerhafte Lösung zu bieten.

Uneingeschränktes Lob ernten die Pflegekräfte, die in dieser kritischen Zeit schier Übermenschliches geleistet hätten. Sie sind laut Pascal Schwenn, er ist kommissarischer Pflegedienstleiter, erschöpft, aber nun auch erleichtert über die positive Entwicklung. Peschka: „Uns allen ist ein Stein vom Herzen gefallen.“



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