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Mehrheitsgruppe im Kreistag bekräftigt Ziel: Breitband-Internet weiter ausbauen

„Dörfer dürfen nicht abgehängt werden“

Hameln-Pyrmont (rom). Die Gruppe aus SPD, Grünen und Piraten im Kreistag plädiert dafür, den Ausbau des Breitband-Internets in Hameln-Pyrmont voranzutreiben.

veröffentlicht am 06.06.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 08:21 Uhr

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„Der Grundbedarf im Landkreis muss unbedingt flächendeckend gedeckt werden“, sagt Constantin Grosch (Piraten) auf Anfrage. „Die Politik muss für die Zukunft definitiv mit Nachdruck den Ausbau der Verfügbarkeit des Breitbandes vorantreiben.“

Hintergrund: Das Weserbergland hinkt leicht hinterher, wenn es um den Zugang aller zu schnellem Internet geht. Das jedenfalls geht hervor aus einer Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Landtags-SPD. Demnach sind 97 Prozent der Gebäude in Hameln-Pyrmont und Holzminden an eine Internetleitung angeschlossen, die mindestens ein Megabit pro Sekunde übertragen kann. In der Regel erreichen DSL-Anschlüsse diese Rate. Im Kreis Schaumburg haben 98 Prozent der Gebäude Zugang zum schnellen Internet. Niedersachsenweit liegt die Quote bei 97,8 Prozent, deutschlandweit bei 98,7 Prozent.

„Die Dörfer dürfen nicht vom Rest abgehängt werden“, warnt Grosch. Das Internet sei für diese Gegenden der Anschluss an die globalisierte Welt und damit ein Schlüsselbaustein in der Dorfentwicklungspolitik. „Wir werden im Rahmen unserer Mittel versuchen, dies in der Zukunft umzusetzen.“ Zunächst sei es wichtig, den genauen Bedarf zu ermitteln, so Grosch weiter. Danach müsse ein detailliertes Konzept auf den Tisch. Hier sei besonders auf die teilweise vorhandene Förderung durch Land, Bund und die Europäische Union zu achten, die aber wohl nicht ausreiche. Die Gruppe im Kreistag sei sich daher bewusst, dass der Landkreis eigenes Geld werde ausgeben müssen. „Allerdings darf man in Hinblick auf den Haushalt des Kreistages keine Wunder erwarten“, sagt Grosch. „Aber wir können versichern, dass wir das Problem definitiv angehen werden.“ Dazu, wie viel Geld die Gruppe ausgeben will, sagte Grosch nichts.

Auch Landrat Rüdiger Butte (SPD) will sich nach eigenen Worten dafür einsetzen, dass die Menschen im Landkreis den Anschluss nicht verlieren. „Wir bemühen uns, mit verschiedenen Anbietern wie der Telekom und Vodafone, eine 100-prozentige Versorgung im Kreisgebiet hinzubekommen“, ließ er mitteilen. Ziel sei die 100-prozentige Versorgung im Kreisgebiet, also auch in den ländlichen Bereichen. Dazu seien aber weitere Gespräche mit den Anbietern abzuwarten.

„Die Politik muss für die Zukunft definitiv mit Nachdruck den Ausbau der Verfügbarkeit des Breitbandes vorantreiben“: Das fordert die Mehrheitsgruppe aus SPD, Grünen und Piraten im Kreistag.

Foto: dpa



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