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Sitzung des Kirchenkreises Hameln-Pyrmont zur Haushaltsplanung

Die Zeichen stehen auf Sparen

Hameln-Pyrmont (git). Die dunklen, finanziellen Wolken über der Jugendwerkstatt sind noch dichter geworden und forderten auf der jüngsten Kirchenkreistagssitzung des Kirchenkreises Hameln-Pyrmont nun ihren Tribut. „Wir müssen uns radikale Gedanken machen, in welcher Konstellation die Jugendwerkstatt für uns tragbar ist“, eröffnete der Superintendent Philipp Meyer den anwesenden Delegierten der 35 Kirchengemeinden des Kirchenkreises. Schlugen im Haushaltsjahr 2008 die Bilanzen der Jugendwerkstatt mit einem Fehlbetrag von 172 252 Euro zu Buche, so sind im Haushaltsjahr 2009 271 785 Euro Fehlbetrag zu beklagen. „Auch 2010 kommt ein erhebliches Defizit auf uns zu“, sagte der Superintendent. Die Konsequenz sind nun Sparmaßnahmen, die möglicherweise die Tischlerei und die Schlosserei treffen könnten, denn dort würde am wenigsten kostendeckend gearbeitet. Die Einsparungen könnten durch die Reduzierung von Personalkosten erfolgen.

veröffentlicht am 05.11.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 09:41 Uhr

Bei der jüngsten Sitzung des Kirchenkreistages ging es um Einspa
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Finanziell zurückrudern will der Kirchenkreis in Zukunft auch auf dem Gebiet seiner Gebäude. Ein eigens dafür gebildeter Arbeitskreis „Gebäudemanagement“, bestehend aus Mitgliedern des Bau- und Finanzausschusses, hat dazu in den vergangenen Wochen Pfarrhäuser und Gemeindehäuser unter die Lupe genommen und den derzeitigen Gebäudebestand, ihre wirtschaftliche Nutzung und die Kostenfaktoren abgewogen. Ergebnis: Sakralgebäude seinen grundsätzlich zu erhalten, aber der Gebäudebestand an Pfarr- und Gemeindehäuser sei zu groß. Die Unterhaltung aller Gebäude mit den zur Verfügung stehenden Mitteln könne nicht mehr sichergestellt werden. Nach Planung des Arbeitskreises seien langfristig 20 Pfarrhäuser entbehrlich.

Die Entwicklung der immer weiter schrumpfenden Gemeindemitgliederzahlen wirken sich auch in den nächsten zwei Jahren auf den Haushaltsplan des Kirchenkreises aus, denn die Zuwendung der Landeskirche richtet sich nach wie vor nach den Gemeindemitgliedern. Der Kirchenkreis Hameln-Pyrmont hatte Mitte dieses Jahres 63 997 Mitglieder. Zwei Jahre zuvor waren es 66 441 Mitglieder. Das freiwillige Kirchgeld aus dem Kirchenkreis betrug im Jahre 2009 253 115 Euro. Der Haushaltsplan des Kirchenkreises, der mit Einnahmen und Ausgaben im Haushaltsjahr 2011 mit 7 390 625 Euro, 2012 mit 7 355 553 Euro abschließt, wurde mit einer Enthaltung bewilligt. Zur Finanzierung neu aufgenommen werden dabei unter anderem das Projekt „Kennzeichen bunt“, das sich mit Anti-Gewalt-Training und Aufklärungsarbeit zum Thema Rechtsextremismus beschäftigt und die Hamelner Kreidetafel. Ohne Veranschlagung, das heißt, herausfallen, werden unter anderem das Projekt Paule und die schulbezogene Jugendarbeit in Hameln und Bad Münder. Der Haushaltsplan liegt in der Zeit vom 22 bis 26.November zur Einsichtnahme im Kirchenkreisamt aus.

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