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… die Schönste im Land?

Es geht derzeit auf dem Energiemarkt im Weserbergland zu wie üblicherweise vor Bundestagswahlen oder bei „Deutschland sucht den Superstar“: Das Schaulaufen der Konkurrenten ist eröffnet und folgt seinen ganz eigenen Gesetzen. Ende des Jahres 2011 laufen die Konzessionen für die Stromnetze der Gemeinden im Landkreis Hameln-Pyrmont aus – spätestens dann werden sie neu vergeben sein. Die notwendigen Ausschreibungen dürften in diesem Jahr erfolgen. Da sich mit den Stromnetzen hervorragend Geld verdienen lässt, schielen schon jetzt mindestens zwei Versorger auf die lukrativen Stromnetze, die zu erwartenden Ausschreibungen sowie die entscheidenden Gemeindevertreter: Die Stadtwerke Hameln und e.on Westfalen Weser befinden sich mittlerweile nicht mehr nur im normalen Tagesgeschäft, sondern nun eben auch im Rennen um die Konzessionen in unmittelbarer Konkurrenz.

veröffentlicht am 16.02.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 02:21 Uhr

Thomas Thimm

Autor

Thomas Thimm Stv. Chefredakteur zur Autorenseite
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Hier und dort gibt es

Geld für dies und das

Da leuchtet es ein, dass beide Energieversorger seit vielen Monaten bemüht sind, sich für ihre möglichen neuen oder auch alten Partner in den Gemeinden hübsch zu machen. In der Branche ist es üblich, dass man bei denjenigen, von denen man etwas möchte, vor Ort zeigt, was man alles Tolles kann. So hilft zum Beispiel e.on bei den Planungskosten für die energetische Sanierung einer Schule in Hessisch Oldendorf. So investieren zum Beispiel die Stadtwerke Hameln in eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Grundschule Coppenbrügge. So unterstützen die Stadtwerke Hameln die Gemeinde Coppenbrügge bei der Sanierung des maroden Hallenbades. Heute gibt es ein großes Sahnehäubchen für den Landkreis: e.on stellt seine Pläne für eine Energieagentur vor, mit der das Unternehmen dem Landkreis etwas Gutes tun will. Bislang haben sich die Konkurrenten kritisch beäugt, doch nun bekommt das Werben der Versorger eine neue Dimension.

Nicht wundern, wenn

Fragen auftauchen

So sehr gegen keines all dieser Engagements der Unternehmen im Einzelnen etwas zu sagen ist, müssen sich die Beteiligten allesamt dennoch nicht wundern, wenn sich dann doch mal jemand wundert: Schließlich fällt bei den unterstützenden Maßnahmen von e.on und den Stadtwerken schon auf, dass sie sich eben häufig auf Landkreis- und Gemeindeebene abspielen, dass häufig den Bürgermeistern bei kniffligen Fragen unter die Arme gegriffen wird und dass heutzutage dort Schönwetter gemacht wird, wo früher der eine oder andere Protagonist auch mal alleine gelassen wurde. Zufall oder nicht?

Dass dieses Geschäftsgebaren der Versorger jetzt auf eine hohe politische Ebene gehoben wird, zeigt, wie heiß das Thema ist. Hamelns Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann fordert von Landrat Rüdiger Butte Solidarität für das lokale Stadtwerke-Unternehmen und setzt Fragezeichen in Richtung Landkreis und e.on. Und das ist gut so. Denn nun werden alle miteinander ganz genau hinschauen, was passiert: die Gemeinden, e.on, die Stadtwerke, die Politiker – und die Bürger.

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