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Hameln-Pyrmont gewappnet

Die Luft ist rein – 82 Filter für Landkreis-Schulen

HAMELN-PYRMONT. Draußen wird es kälter – und damit endet die Zeit, in der sich Unterrichtsräume lüften lassen, ohne dass Kinder und Lehrkräfte frösteln. Der häufige Luftaustausch ist zum Eindämmen der Corona-Pandemie jedoch vorgeschrieben. Im Hameln-Pyrmonter Kreishaus sieht man die Schulen jetzt gut gerüstet.

veröffentlicht am 28.09.2021 um 18:35 Uhr
aktualisiert am 29.09.2021 um 17:30 Uhr

Marc Fisser

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„Wir haben 82 mobile Luftfiltergeräte beschafft“, berichtet Amtsleiter Helge Levenhagen im Schulausschuss. 60 seien bereits ausgeliefert, die anderen 22 würden spätestens in den Herbstferien aufgestellt. Dadurch soll der Schutz vor allem der Jahrgänge 1 bis 6 verbessert werden. Denn die unter zwölf Jahre alten Menschen sind noch nicht gegen das Coronavirus geimpft.

86 100 Euro hat die Kreisverwaltung für die Geräte lockergemacht. Bis zu 80 Prozent der Kosten werden voraussichtlich durch Bund und Land erstattet. „Wir hätten die Luftfilter aber auch ohne die Förderung beschafft“, betont Levenhagen. Der Erste Kreisrat Carsten Vetter unterstreicht: „Der Schutz der Kinder ist uns wichtiger als die mögliche Förderung.“

Die Stadt Hameln habe mit dem ausgewählten Gerätetyp gute Erfahrungen gemacht, berichtet Vetter. Die Viren und Bakterien werden per UV-Strahlen sofort abgetötet, der eingebaute Hepa-Filter enthält danach nur „totes Material“ und kann nach rund einem Jahr im Hausmüll entsorgt werden. Die Anlage arbeitet automatisch und meist geräuscharm.

Der stellvertretende Ausschussvorsitzende Dr. Wilhelm Koops (Grüne), zugleich Leiter der Gesamtschule in Salzhemmendorf, dankt der Verwaltung, dass es „relativ schnell gegangen ist“. Er bestätigt: „Die Geräte laufen zur Zufriedenheit der Betroffenen.“ Viele Schulen hätten zusätzlich Kohlendioxid-Messgeräte angeschafft, die signalisieren, wenn die Raumluft verbraucht ist.

Die Schulen sind nach Worten Vetters derzeit von Covid-19 „tendenziell weniger betroffen als die restliche Gesellschaft“. Am Montag dieser Woche waren dem Gesundheitsamt 54 infizierte Schüler und Schülerinnen bekannt, auch 35 enge Kontaktpersonen wurden in Quarantäne geschickt. Neben den Infizierten müssen nur noch direkte Sitznachbarn vorsichtshalber für bis zu zehn Tage zu Hause bleiben, nicht mehr die ganze Klasse. Unter den Lehrkräften aus dem Landkreis habe es zu Wochenbeginn keinen registrierten Fall gegeben, heißt es. Sechs Grundschulen, sieben Sekundarschulen, vier Gymnasien und die drei Berufsschulen seien von Corona-Infektionen betroffen.

Auch in den Schulbussen hat sich die Lage nach Kenntnis Levenhagens entspannt. Überfüllungen träten nur noch ausnahmsweise auf, etwa wenn Unterrichtsstunden ausfallen. Einerseits seien größere Busse beschafft worden, andererseits beteiligten sich die Hamelner Schulen an dem Konzept, Kinder und Jugendlichen jeweils einmal in der Woche erst in der dritten Stunde anfangen zu lassen.



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