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Kreiskrankenhaus Hameln erstes anerkanntes Onkologisches Zentrum in Niedersachsen

Die Krebsmediziner arbeiten eng zusammen

Hameln (red). Eine Betreuung Krebskranker aus einem Guss – das streben die Mediziner in Hameln-Pyrmont an. Das Kreiskrankenhaus Hameln hat sich deshalb als Fachzentrum zur Behandlung von Krebserkrankungen anerkennen lassen. Eingebunden sind die Hausärzte der Region und benachbarte Kliniken. Sie wollen die Behandlungen bestmöglich aufeinander abstimmen. Bundesweit gibt es 20 solcher Krebszentren, Hameln ist das erste in Niedersachsen.

veröffentlicht am 03.11.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 17:41 Uhr

Prof. Dr. Helmuth Schmidt (li.) erläutert dem Hamelner Krankenha
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Zentrenbildung ist in der medizinischen Welt inzwischen angesagt. Darunter wird die übergreifende Patientenversorgung über Klinik- oder Einrichtungsgrenzen hinaus verstanden. Um den Patienten die Sicherheit zu vermitteln, dass die angebotenen Therapien den neuesten Erkenntnissen entsprechen und abgestimmt sind, hat die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) Kriterien für onkologische Zentren festgelegt. Dazu gehören die Einrichtung einer Tumorkonferenz, die verbindliche Absprache von Therapieplänen, die Kommunikation zwischen niedergelassenem Arzt und Klinik sowie die Verpflichtung zur ständigen Fortbildung. Professor Helmuth Schmidt, Chefarzt der Hämatologie und Onkologie im Kreiskrankenhaus, leitet auch das onkologische Zentrum. „Ich freue mich, dass es hier im eher ländlichen Raum gelungen ist, alle wichtigen Fachgebiete zu vereinen. Entscheidend ist zudem, dass auch diejenigen niedergelassenen Ärzte eingebunden sind, die schwerpunktmäßig onkologische Therapien durchführen.“ Außerdem sind Radiologen, Pathologen, Psychologen, Sozialarbeiter und Palliativmediziner im Boot. 25 Akteure gehören unmittelbar zum Onkologischen Zentrum, weitere 13 Mediziner und Fachleute aus der Region unterstützen diese Einrichtung.

Der Geschäftsführer des Kreiskrankenhauses, Dr. Ralf Paland, freut sich über die Anerkennung durch die DGHO. „Natürlich sind wir darauf stolz, denn ansonsten werden aktuell solche Zentren nur in größeren Städten gebildet.“ Es sei sichergestellt, dass die so wichtige Verbindung zu anderen Fachrichtungen oder spezialisierten Zentren vorhanden ist. So ist das Brustzentrum unter der Koordination vom Chefarzt der Frauenklinik, Dr. Thomas Noesselt, bereits seit Jahren ein wichtiger Teil der Patientenversorgung. „Um solche Strukturen weiter zu stärken, ist unser Projekt ,Gesundheitscampus Wilhelmstraße‘ geradezu ideal geeignet, Mediziner näher zusammenzubringen“, meint Paland. „Kurze Wege bei der Konsultation verschiedener Fachärzte würden den Komfort für die Patienten deutlich steigern.“

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