weather-image
20°
Vögel unterwegs zu ihren Brutgebieten im Norden / Amphibienwanderung: Erste Straßen gesperrt

Die Kranichschwärme künden vom Frühling

Nach den kalten und schneereichen Winterwochen steigen die Temperaturen – die ersten Krokusse stehen in Blüte.

veröffentlicht am 01.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 01:21 Uhr

270_008_4069060_wb101_0203.jpg
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Foto: gro

Hameln-Pyrmont (CK/red). Auch wenn es mancher noch nicht glauben mag: Der Frühling ist in Sicht! Untrügliches Zeichen dafür, dass der Winter langsam Abschied nimmt, sind riesige Kranichschwärme, die in diesen Tagen über dem Weserbergland zu beobachten sind. Am vergangenen Freitag etwa, so erzählt Förster Heiko Gropp, flogen die großen Vögel gegen 21 Uhr in Schwärmen über die Region, vor allem über Fischbeck machten sie sich durch lautstarkes Schreien bemerkbar. Auch in der Nacht zum Sonntag durchdrang das Trompeten von Hunderten oder gar Tausenden Kraniche die nächtliche Stille – manch ein Hamelner wurde gar davon geweckt.

Gropp, im Hauptberuf Förster, weiß: „Die Vögel sind jetzt unterwegs zu ihren Brutgebieten im Norden.“ Rast, so sagt er, machten sie im Weserbergland aber eher selten; ihre bevorzugten Gebiete, um auf dem langen Weg zurück einen Stopp einzulegen, seien eher die Moore nahe des Flughafens Hannover oder bei Diepholz. Als „ganz außergewöhnlich“ bezeichnet Gropp die Tatsache, dass die Vögel in diesem Jahr überwiegend nachts fliegen.

Die Amphibien stehen in den Startlöchern – die Frühjahrswanderung 2009 wird in der nächsten Zeit beginnen. Darauf macht der Landkreis aufmerksam, da deshalb auch einige Straßen und Wege gesperrt werden, um die Tiere zu schützen. In der Dämmerung der Morgen- und Abendstunden gehen bei milden Temperaturen und gerade bei regnerischem Wetter Frösche, Kröten, Lurche und Salamander auf die Wanderschaft. „Um sicher ans Ziel zu kommen, benötigen die Tiere unseren besonderen Schutz und unsere Aufmerksamkeit“, heißt es in der Mitteilung des Landkreises.

Mit den milderen Temperaturen beginnt die Krötenwanderung. Die N
  • Mit den milderen Temperaturen beginnt die Krötenwanderung. Die Naturschutzbehörden bitten um besondere Rücksichtnahme.
Nach den kalten und schneereichen Winterwochen steigen die Tempe
  • Nach den kalten und schneereichen Winterwochen steigen die Temperaturen – die ersten Krokusse stehen in Blüte. Foto: gro

Im Bereich der Amphibienwanderwege kreuzen bei günstiger Witterung Tausende von Tieren die Straßen, um zu den angestammten Laichbiotopen zu gelangen. Der von einem inneren Trieb gesteuerte Wanderdrang endet oft mit dem Tod, weil viele Vierbeiner unter die Räder kommen.

Schutzaktionen

helfen Kröten

Aus diesen Gründen sind die bedeutsamen Wanderwege während der Frühjahrswanderung durch entsprechende Hinweisschilder gekennzeichnet. Diese Schilder fordern eine besondere Rücksichtnahme auch auf die an Krötenschutzaktionen beteiligten Menschen. „Alle Verkehrsteilnehmer sollten deshalb in diesen Bereichen besonders langsam und umsichtig fahren“, bittet die Kreisverwaltung. Als besondere Schutzvorkehrungen sind in den ausgeschilderten Bereichen Amphibienschutzzäune aufgestellt beziehungsweise festinstallierte Schutzeinrichtungen aktiviert. Die Kreisstraße 76 Nienstedt–Messenkamp wird zur Amphibienwanderzeit nachts voll gesperrt. Gleiches gilt für einige Straßen im Bereich der Stadt Bad Münder. Seit dem 27. Februar sind im Gebiet der Stadt Hameln für die Dauer der Amphibienwanderungen zeitweise folgende Straßenabschnitte gesperrt: Klütwald im Bereich der Wiengrund- und Riepenteiche in der Zeit von 19 bis 7 Uhr (die Zufahrt zum Finkenborn sowie zur Riepenburg ist über den Finkenborner Weg möglich) und die Straße „Zum Schweineberg“ entlang der Krummen Beeke zwischen Holtensen und Rohrsen/Hottenbergsfeld in der Zeit von 19 bis 6 Uhr (die Zufahrt zur Heisenküche über die Holtenser Landstraße bleibt frei). Der Verbindungsweg am „Schlägers Teich“ zwischen Knabenburg und Borberg wird voll gesperrt.

Die Unteren Naturschutzbehörden des Landkreises Hameln-Pyrmont und der Stadt Hameln bitten um besondere Beachtung der Anordnungen zum Schutz der wandernden Tiere sowie der Helfer. Gleichzeitig sind alle Natur- und Tierfreunde aufgerufen, sich an Aktionen zum Schutz der Amphibien zu beteiligen. Besonders dringend ist eine Unterstützung für den Amphibienschutzzaun an der Klütstraße in Hameln.

Kontakt: Fragen zum Thema Natur- und Artenschutz beantworten das Team der Unteren Naturschutzbehörde Hameln-Pyrmont unter Telefon 05151/903-4403 sowie das Team der Stadt Hameln unter Telefon 05151/202-1471.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare