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Menschen 2020

Die Gesundheitshüterin

Solch ein Jahr hat auch sie noch nicht erlebt: Dr. Silke Farin, ihres Zeichens Chefin des Gesundheitsamtes in Hameln-Pyrmont, erzählt abends um halb sieben am Telefon, dass es ein „sehr anstrengendes Jahr 2020 gewesen ist, für mich und für alle Mitarbeiter des Gesundheitsamtes“.

veröffentlicht am 03.01.2021 um 14:00 Uhr

Der Zeitpunkt des auf die Schnelle noch dazwischen geschobenen Termins am Telefon sei erwähnt, weil die Corona-Pandemie diese Uhrzeit zu einer ganz normalen Arbeitszeit im Gesundheitsamt hat werden lassen. Farin: „Wir haben alle hier in diesem jahr unglaublich viel gearbeitet, oft bis spät abends und an den Wochenenden auch.“ Das sei quasi überfallartig auf das Gesundheitsamt zugekommen wie eben auf das gesamte deutsche Gesundheitssystem und im Übrigen auch der ganzen Welt. Dadurch hätten die – normalerweise sind es 50, mittlerweile sind es jedoch schon 70 – Mitarbeiter des Amtes ebenso wie viele andere Menschen in den Kliniken, Pflegestationen, Testlaboren und vielem mehr auf pünktlichen Feierabend, Wochenenden, Zeit mit der Familie, Urlaube und Geburtstage verzichten müssen. Die vierfache Mutter erzählt von einem Kindergeburtstag, den sie fast verpasst hätte: „Ich war erst abends um sieben bei meinem Sohn. Das ist nicht schön als Mutter.“ Der Job verlange eben auch der eigenen Familie sehr viel ab,weil das häufige Fehlen oder das späte Nachhausekommen der Mutter – oder auch des Vaters – schon belastend sei. Für das kommende Jahr 2021 wünscht sich Hameln-Pyrmonts oberste Gesundheitshüterin: „Dass wir die Pandemie in den Griff bekommen – und wir alle unser normales Leben zurückbekommen.“ TT



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