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Retter schneiden Schwerverletzten aus Wrack / Winterdienst erstmals flächendeckend im Einsatz

Die ersten schweren Glätte-Unfälle

Hameln-Pyrmont. Bei Hessisch Oldendorf hat sich gestern in den frühen Morgenstunden der erste schwere Glätte-Unfall in diesem Herbst ereignet: Drei Männer wurden verletzt; ein Autofahrer musste von Rettungsmannschaften aus seinem demolierten Fahrzeug befreit werden. Die Feuerwehr setzte schweres Gerät ein, trennte das Dach eines Kleinwagens mit einer hydraulischen Rettungsschere ab. Der Schwerverletzte – ein 35 Jahre alter Mann aus Barsinghausen – wurde noch am Unfallort von einem Notarzt-Team behandelt und kurz danach ins Krankenhaus eingeliefert. Zwei Insassen (50, 57) eines Iveco-Transporters kamen nach Angaben der Polizei mit leichten Verletzungen davon. Der Gesamtschaden wird auf 30 000 Euro geschätzt. Die Landesstraße 434, die Hessisch Oldendorf mit der Autobahn 2 verbindet, war fast zwei Stunden lang gesperrt.

veröffentlicht am 26.11.2013 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 24.01.2019 um 14:15 Uhr

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Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Die Polizei hat den Hergang des Unfalls anhand von Spuren und mithilfe von Zeugenaussagen rekonstruieren können. Um 6.10 Uhr geriet der von Segelhorst kommende Opel Corsa kurz vor Hessisch Oldendorf auf eisglatter Straße in einer Rechtskurve ins Rutschen. Nahezu frontal prallte der Kleinwagen mit dem entgegenkommenden Transporter einer Firma aus Aerzen zusammen. Der Corsa schleuderte nach der Kollision in einen Graben. Feuerwehrleute befreiten den Verletzten mit Schere und Spreizer. Der Hamelner (41), der am Steuer des Iveco saß, blieb unverletzt; seine Mitfahrer aus Aerzen und Barntrup wurden medizinisch versorgt. Nach Angaben der Polizei hatte der Opel Corsa Winterreifen mit ausreichender Profiltiefe.

Markus Brockmann, Leiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hameln, sagte auf Anfrage, die Straßenmeisterei habe die Straße vor dem Unfall mit Feuchtsalz, das gut auf der Fahrbahn hafte, bestreut. Warum es an dieser Stelle dennoch glatt war, erklärt der Fachmann so: „Es braucht etwas Zeit, bis das Salz das Eis aufgetaut hat.“

Kaum auf den Beinen halten konnte man sich gestern Nachmittag auf der L 428 zwischen Lüntorf und Ottenstein: In den scharfen Kurven war es spiegelglatt, der Raureif aber nicht zu sehen. Der Fahrer (47) eines Toyota Yaris verlor kurz vor 15 Uhr die Kontrolle über seinen Wagen. Das Fahrzeug landete im Graben, wurde total beschädigt. Weil es hieß, eine Person sei eingeklemmt, rückte die Feuerwehr Kirchohsen aus. Mit einem Notarztwagen wurde der Ottensteiner ins Bathildiskrankenhaus nach Bad Pyrmont gefahren. Die Polizei forderte den Streudienst an.

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Für die vier Straßenmeistereien, die für die Landkreise Hameln-Pyrmont, Holzminden und Schaumburg zuständig sind, war es laut Brockmann gestern der erste flächendeckende Streueinsatz. 60 Fahrzeuge des Winterdienstes seien gegen 3.30 Uhr ausgerückt, um 1250 Straßenkilometer vom Eis zu befreien. Etwa 150 Tonnen Salz seien ausgebracht worden. In der Regel, so Brockmann, sei das komplette Netz bis spätestens um 6 Uhr mit Tausalz bestreut worden.

Auch am Hagener Berg in Bad Pyrmont ereignete sich ein Glätte-Unfall – er ging jedoch glimpflich aus. Eine 18-jährige Fahranfängerin war um 7.20 Uhr mit ihrem Fiat Punto auf der Hagener Straße (L 430) bergauf in Richtung Hagen unterwegs. Auf der mit Raureif überzogenen Fahrbahn sei ihr Fahrzeug im Bereich einer Kurve nach links abgedriftet und gegen eine Leitplanke geprallt, sagte ein Ermittler. Die junge Frau aus Bad Pyrmont kam mit dem Schrecken davon.

Feuerwehrleute aus Hessisch Oldendorf haben das Dach des Opel Corsa abgeschnitten und den Schwerverletzten befreit.ube (2)



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