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Müllberge, Bauschutt und kontaminiertes Wasser

Die dreistesten Müllfrevel im Weserbergland

WESERBERGLAND. Müll gehört in den Mülleimer. Was so einfach klingt, führt mancherorts dennoch zur illegal Entsorgung von Altlasten. Wir haben für euch die dreistesten Umweltverschmutzungen im Weserbergland aufgelistet.

veröffentlicht am 07.11.2016 um 11:41 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 13:04 Uhr

Franziska Winkler

Autor

Redakteurin / Pressereferentin zur Autorenseite
Manche wachsen leise von Tag zu Tag und andere wiederum sind urplötzlich einfach da: Wilde Müllkippen und verunreinigtes Wasser schmälern auch immer wieder im Weserbergland den Anblick der Natur.

Eine kleine Chronik der Verschmutzung

23. November 2015: An der Humme in Groß Berkel werden im Bereich des Wasserkraftwerkes mehrere Müllsäcke sowie diverse leere Eimer und sogar eine orthopädische Beinschiene angeschwemmt.  Einige Säcke hatten das Stauwehr auch bereits überwunden, waren dabei aufgerissen und ihr Inhalt verteilt sich nun im unteren Bereich des Bachlaufs.


11. Januar 2016: Am kleinen Friedhof von Wickbolsen haben unbekannte Täter eine Lkw-Ladung mit Sperrmüll abgekippt. Sperrholz, Möbeltrümmer, Spanplatten und Bretter liegen am Friedhof verstreut auf dem angrenzenden Wirtschaftsweg und auf einer Wiese.


2. Januar 2016: Gut drei Kubikmeter Haus- und Sperrmüll haben Unbekannte am Büsseberg bei Thal abgeladen. Die Menge ist so groß, dass sie zumindest mit einem kleinen Transporter dort hingefahren sein dürften. Regale, Holzkisten, ein Schrank, Altpapier, Plastiktüten und ein voller Farbeimer lagen verteilt auf einer Wiese.


6. Mai 2016: Auf dem Wasser der Humme treibende tote Fische haben zu einer Bachbegehung geführt, um dem Fischsterben auf den Grund zu gehen. Zeugen hatten etliche im Bach treibende verendete Tiere gesehen und daraufhin die Gemeinde informiert. Als mögliche Ursache gilt kontaminiertes Wasser.


1. September 2016: Eine Schutt-Flut erschüttert den Flecken Coppenbrügge. Gut zwei Lkw-Ladungen Bauschutt haben Umweltsünder bei Hasperde entsorgt. Zuvor wurden im gesamten Flecken Coppenbrügge mindestens vier Lkw-Ladungen Bauschutt verteilt. Inzwischen gibt es acht Berge, die aus 500 prall gefüllten schwarzen Abfallsäcken bestehen – sie wurden von Landwirten, Spaziergängern und Bauhof-Mitarbeitern entdeckt. Mehr als 80 Kubikmeter Schutt sind inzwischen im Grünen entsorgt worden. 


8. September 2016:
Es geschah immer nachts – im Schutz der Dunkelheit: Der Täter fuhr in die Feldmark und kippte dort große Mengen Bauschutt ab. Vor allem im Flecken Coppenbrügge, aber auch in der Nähe von Hasperde. Am Ende lagen 80 bis 100 Kubikmeter Betonputz, Fliesen, Rigipsplatten, Elektrokabel, Glaswolle, aber auch Asbest, verpackt in 600 bis 800 große schwarze Müllsäcke, an Wegen und Äckern. Das sind zehn Lkw-Ladungen. Einen ähnlich gelagerten Fall in dieser Dimension hat es im Weserbergland wohl noch nicht gegeben.


28. Oktober 2016:
Türkisfarbenes Wasser in einem Regenwasserkanal, der in Klein Berkel in die Humme mündet. Und eine milchige Brühe in der Krummen Beeke in Holtensen, einem Bach, der in Rohrsen in die Hamel fließt. Diese Wasserverschmutzung sorgte im Oktober für Empörung.


4. November 2016:
Etwa 200 Altreifen wurden auf einem Flurstück des Realverbandes Wallensen illegal entsorgt.


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