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Sieger im Wettbewerb kleiner Unternehmen / Jury: Ein Pionier in der Agrochemie

Deutscher Nachhaltigkeitspreis für Neudorff

Emmerthal/Düsseldorf. Großer Erfolg für die W. Neudorff GmbH KG in Emmerthal: Das Unternehmen wurde am Freitagabend auf einer großen Galaveranstaltung in Düsseldorf mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet und setzte sich im Wettbewerb der kleinen Unternehmen unter mehreren Hundert Bewerbern mit bis zu 499 Mitarbeitern am Ende gegen die beiden ebenfalls für die Auszeichnung nominierten Unternehmen Naturstrom und GEPA Fair Trade Company durch.

veröffentlicht am 01.12.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 09:21 Uhr

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Autor:

Wolfhard F. Truchseß
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Bei der Preisverleihung betonte Geschäftsführer Hans-Martin Lohmann, dieser Preis sei ein großer Ansporn, auf dem eingeschlagenen Weg weiterzuarbeiten und spätestens 2020 als Spitzenreiter in einem großen Wettbewerbsumfeld CO2-neutral zu produzieren. Lohmann: „Wir wollen auch in Zukunft durch unsere Produkte auf natürlicher Wirkstoffbasis und durch unsere Nachhaltigkeitsphilosophie überzeugen. Mit unserer ganzheitlichen Strategie, Produkten für naturgemäßes Gärtnern und der Reduzierung von CO2 wollen wir unserer Umgebung und der Region zeigen, dass es funktioniert, energieeffizient zu produzieren.“ Als Preisträger befindet sich Neudorff in der Gesellschaft so illustrer Unternehmen wie Miele, das Sieger bei den großen Unternehmen wurde.

In der Begründung der Jury für die Preisverleihung wird Neudorff im Bereich der Agrochemie zu den „Nachhaltigkeitspionieren“ gezählt. Das Unternehmen setze vorwiegend auf natürliche Wirkstoffe und nachwachsende Rohstoffe. Es habe eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt, die das gesamte Handeln sowie die Ausgestaltung der Produktpalette bestimmt. Unterstützt werde diese Strategie durch zertifizierte Managementsysteme für Qualität, Umwelt und Energie. „Hier ist das Ziel fest verankert, wirtschaftlich mit Ressourcen umzugehen, Umwelteinflüsse zu vermeiden und gerecht sozialverträglich zu handeln: Die Produkte sollen einen Mehrwert schaffen und ökologisch unbedenklich für Mensch und Tier sein. Arten sollen geschützt und Ressourcen geschont werden.“ Mitarbeitern werde ein gesunder und fairer Arbeitsplatz gestellt, Leiharbeiter mit Equal Pay ebenso bezahlt wie eigene Mitarbeiter.

Neudorff nutze vor allem Wirkstoffe natürlichen Ursprungs, synthetische Wirkstoffe würden zeitnah durch Naturstoffe ersetzt. Bevorzugt würden regionale, schnell wachsende Rohstoffe. Die Energieeffizienz der Produktion werde durch verschiedenste Maßnahmen stetig gesteigert. Neudorff produziere selbst erneuerbare Energie mit einer Turbine, Kraft-Wärme-Kopplung, Photovoltaik sowie Warmwasser durch eine Solaranlage. Für Produktion und Verwaltung werde ausschließlich zertifizierter Ökostrom bezogen und für die Beheizung des Forschungsstandortes Aerzen nur Bio- und Windgas genutzt.

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  • Ein Beispiel für nachhaltiges Wirtschaften: Neudorff produziert in Emmerthal mit Wasserkraft Strom.

Als Unternehmen mittlerer Größe mit bis zu 4999 Mitarbeitern wurden die Rauchmöbelwerke aus Freudenberg am Main ausgezeichnet. Die Symrise AG (Holzminden) war nominiert für den Sonderpreis „Ressourceneffizienz“, unterlag aber dem Unternehmen Aquafil (Italien), das Müll aus dem Meer recycelt. Bundespräsident a.D. Horst Köhler erhielt den Ehrenpreis für sein jahrzehntelanges Engagement für globale nachhaltige Entwicklung.

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