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Von 1 600 Projekten unter den besten 15 / „Qualität im Dialog“ kommt gut bei der Jury an

Deutscher Kita-Preis ins Auetal?

Über einen tollen Erfolg freut sich das Bündnis „Qualität im Dialog“. Es wurde für den Deutschen-Kita-Preis 2019 nominiert und schaffte es bereits unter die besten 15 Einrichtungen. 1600 Projekte hatten sich beworben.

veröffentlicht am 24.10.2018 um 16:47 Uhr
aktualisiert am 24.10.2018 um 20:33 Uhr

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Kerstin Lange

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Kerstin Lange Redakteurin zur Autorenseite
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ROLFSHAGEN. „Als ich am Freitag die Nachricht erhielt, dass wir mit unserem Bündnis für den Deutschen Kita-Preis 2019 nominiert sind, da war ich freudig überrascht“, sagte Ingmar Everding, Koordinator des Bündnisses „Qualität im Dialog“. Er habe nicht damit gerechnet, dass sich die Initiative gegen rund 1600 Projekte durchsetzen könnte. Insgesamt haben sich rund 1600 Kitas und Initiativen für frühe Bildung aus der gesamten Bundesrepublik um die Auszeichnung beworben – das Bündnis „Qualität im Dialog“ hat es jetzt als eine von nur 15 Initiativen in die nächste Runde geschafft. Das Team kann auf einen Preis in der Kategorie „Lokales Bündnis für frühe Bildung des Jahres“ hoffen. Der Deutsche Kita-Preis würdigt besondere Qualität in der frühen Bildung, Betreuung und Erziehung und wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung vergeben. Die Heinz und Heide Dürr Stiftung, die Karg-Stiftung, ELTERN, der Didacta-Verband und die Deutsche Weihnachtslotterie sind als Partner an Bord.

Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung hat gemeinsam mit der Hochschule für angewandte Pädagogik in Berlin aus den eingegangenen Bewerbungen 15 Initiativen ausgewählt, die besonders beeindruckt haben. „Das bedeutet, dass wir zu dem einen Prozent gehören, das die Jury für sich gewinnen konnte – und das alleine ist schon ein riesiger Erfolg“, freut sich Everding.

Nach Absprache mit den am Bündnis beteiligten Vertretern der Gemeinde Auetal, der Stadt Rinteln und der Stadt Hessisch Oldendorf hat Everding die Nominierung angenommen. „Nominiert zu sein ist etwas Besonderes. Wir sehen das als Bestätigung und Würdigung unserer Anstrengungen und als Zeichen dafür, dass wir die richtigen Wege in den Qualitätsprozessen gehen. Das schätzen schließlich die Experten so ein, sonst hätten sie uns nicht nominiert“, stellte Everding zufrieden fest.

Im nächsten Schritt wird der Koordinator von „Qualität im Dialog“ zu einem Telefoninterview eingeladen, um die Stärken des Bündnisses und des Projekts umfassend darzustellen. Entscheidend für den weiteren Auswahlprozess ist zum Beispiel, wie die Initiativen die Bedürfnisse von Kindern und Familien in den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellen. Zudem spielt es eine Rolle, wie die Bündnis-Teams aus ihren Erfahrungen lernen und wie sie die Nachbarschaft und die umliegende Region in ihre Arbeit einbeziehen.

„Wir setzen bei unserer Arbeit auf die Beteiligung von Eltern und Kindern“, erklärt Everding. „Gerade haben wir eine Elternbefragung abgeschlossen und werten nun aus, wie die Eltern ihre Kita bewerten.“ In den 28 kommunalen Einrichtungen in Auetal, Rinteln und Hessisch Oldendorf wurden 1254 Eltern befragt. „Wir haben 54 Prozent Rücklauf erhalten, ein gutes Ergebnis“, stellte Everding fest. Die Fragebögen werden von pädagogischen Kräften ausgewertet und den Eltern dann Rückmeldungen gegeben.

„Außerdem planen wir derzeit eine Kinderbefragung, denn auch Kindergartenkinder können sich schon zur pädagogischen Arbeit, zum Zustand der Einrichtung und zu vielen weiteren Arbeitsfeldern in Kitas äußern“, sagte der Bündnis-Koordinator. Die Kinder sollen sich auf vielfältige Weise mitteilen und die Qualität in ihren Einrichtungen bewerten. „Wie genau wir das machen, wird gerade erarbeitet“, sagt Everding, der selbstverständlich darauf hofft, dass die Initiative „Qualität im Dialog“ bei der Jury des Kita-Preises weiter auf reges Interesse stößt. „Vielleicht schaffen wir es ja eine Runde weiter.“

Aus der Gruppe der 15 nominierten Bündnisse werden nämlich von der Jury in den kommenden Wochen zehn Finalisten ausgewählt, die Anfang kommenden Jahres von Expertinnen und Experten besucht und begutachtet werden. Ob „Qualität im Dialog“ mit Sitz im Auetal dabei ist, entscheidet sich Mitte Januar. Vergeben wird der Deutsche Kita-Preis im Mai 2019 in Berlin.



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