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Wetteraussichten sind „unbestimmt“

Der Sommer beginnt unruhig

WESERBERGLAND. Der meteorologische Sommer ist unruhig und nass gestartet. Grund ist ein neues kleines Tief über der Mitte Deutschlands, das die Gewittertätigkeit über Norddeutschland wieder aufleben lässt. Blitz, Donner und die Treibhausluft bleiben uns mindestens bis zum Sonntag erhalten.

veröffentlicht am 01.06.2016 um 15:51 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:48 Uhr

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Autor:

REINHARD Zakrewski
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Wie hoch das Unwetterpotenzial jeweils ist, lässt sich erst kurzfristig sagen. Donnerstag und am Freitag kommt es in unserer Weserregion zu teils kräftigem Regen, Schauern und Gewittern, wobei sich die Sonne oft hinter dicken Wolken versteckt. Das Thermometer klettert auf 21 bis 23 Grad. Am Wochenende nehmen die sonnigen Abschnitte zu und die Niederschlagsneigung etwas ab. Bei Höchstwerten um 25 Grad können aber immer noch einzelne Schauer und Gewitter unterwegs sein. Ob wir uns in der zweiten Juniwoche über ein paar sonnige und trockene Tage am Stück freuen dürfen, ist derzeit noch völlig offen.

Doch wie geht es mit dem Sommer weiter? Neben selbsternannten Wettergurus versuchen staatliche und private Wetterdienste schon seit Jahren, Witterungstrends über mehrere Monate hinweg zu berechnen. Besonders der amerikanische Wetterdienst steht im Fokus des Medieninteresses. Seine täglich aktualisierten Karten geben für Deutschland derzeit nicht viel her. Für Juni, Juli und August rechnen die amerikanischen Wetterfrösche mit eher durchschnittlichen Temperaturen und normalen Regenmengen, was angesichts der vielen schönen Sommer der vergangenen Jahre von den Meisten als unangenehm kühl und nass empfunden würde. Auf gleicher Linie liegt der Deutsche Wetterdienst.

Aber es gibt auch noch unerfreulichere Meldungen. Nach dem amerikanischen Wetterdienst „AccuWeather“ stünde uns ein schwülwarmer und wechselhafter mitteleuropäischer Sommer mit kurzen Hitzewellen und vielen Unwetter ins Haus. Kaltfronten mit Gewittern würden die Warmphasen schnell wieder beenden. In Süddeutschland gäbe es sogar die Gefahr von Überschwemmungen durch anhaltenden und intensiven Regen – wie zuletzt.

Allen Modellberechnungen ist eine immer noch große Unsicherheit gemeinsam. Deutlich besser schneidet da die Siebenschläfer-Regel ab. Physikalischer Hintergrund dieser Bauernregel ist die große Erhaltungsneigung der Atmosphäre zwischen dem 27. Juni (kalendarischer Siebenschläfer) und dem 10. Juli. So wie der Witterungscharakter in diesem Zeitraum ist, bleibt er mit 70prozentiger Sicherheit auch in den folgenden fünf bis sieben Hochsommerwochen. Fazit: Vieles ist Spekulation, alles ist noch drin, am besten erst den Siebenschläfer abwarten.



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