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Phoenix Contact steigert seinen Umsatz auf 1,9 Milliarden Euro – und will noch viel mehr

Der getriebene Konzern

Blomberg/Bad Pyrmont. Es sind die drei großen Absatzmärkte, die den Elektronikspezialisten Phoenix Contact froh stimmen: Der deutsche Heimatmarkt sowie die Auslandsmärkte USA und China machen rund 50 Prozent des Gesamtgeschäftes des Spezialisten im Bereich der Elektrotechnik, Elektronik und Automation aus. Über alles gesehen hat Phoenix Contact seinen Umsatz im Geschäftsjahr 2015 um acht Prozent auf 1,91 Milliarden Euro gesteigert. Das Ziel für den global agierenden und aus 100 Unternehmen bestehenden Konzern stellt sich unter Berücksichtigung der aktuellen Rahmenbedingungen und des firmeninternen Ehrgeizes quasi von allein auf. Geschäftsführer Frank Stührenberg: „Wir wollen 2016 die Zwei-Milliarden-Marke überschreiten – das wäre ein Meilenstein für uns.“

veröffentlicht am 15.04.2016 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 12:59 Uhr

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Thomas Thimm

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Thomas Thimm Stv. Chefredakteur zur Autorenseite
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Allerdings tritt Stührenberg gleichzeitig auf die Euphoriebremse: „Uns ist bewusst, dass wir 2015 nahezu die Hälfte des Wachstums durch nicht dauerhafte Wechselkurseffekte erreichten. Wir behalten daher die echte Marktentwicklung aufmerksam im Auge, um darauf abgestimmt unsere Investitionsentscheidungen anzupassen.“ Asien sei eine Wachstumslokomotive für Phoenix Contact wie im Übrigen für die gesamte deutsche Wirtschaft. Doch sei das Wachstum letztlich durch die Wechselkurse gepuscht worden. Stührenberg erklärt: „Wenn ich in China Geschäfte in der dortigen Währung mache, diese Währung gegenüber dem Euro an Wert deutlich zulegt und ich den Erlös in Euro zurücktausche, dann habe ich einen sehr positiven Effekt in meiner Kasse, in diesem Fall plus 21,9 Prozent. Diese Seite der Medaille ist prima. Aber das echte Geschäftswachstum in lokaler Währung liegt gleichzeitig nur bei 3,5 Prozent. Das ist unter unseren Erwartungen.“ Deshalb will Phoenix Contact zunächst die beiden ersten Quartale 2016 abwarten, um weitere strategische und investive Entscheidungen zu fällen. Die Folge: Im vergangenen Jahr wurden 135 Millionen Euro investiert – in diesem Jahr sind 150 Millionen geplant; im vergangenen Jahr wurde die Mitarbeiterzahl um 500 auf nunmehr 14 500 erhöht – in diesem Jahr „sind im Augenblick keine Einstellungen vorgesehen“. In Blomberg arbeiten aktuell 4500 und in Bad Pyrmont 1500 Phoenix-Kollegen. In der Kurstadt werden derzeit 30 Millionen Euro in ein sogenanntes „Solution Center“ investiert. In dieser Denk- und Testfabrik werden ab kommendem Jahr 600 kluge Köpfe in Laboren, Showrooms und Testmodulen arbeiten.

Phoenix Contact ist ein Unternehmen, das sich immer wieder aufs Neue selbst antreibt. Der Elektronik-Vorreiter will innovativer Entwickler bleiben – und neue Geschäftsfelder erarbeiten. Stührenberg: „Für uns sind Elektromobilität, IT-Sicherheit, Internet der Dinge, Industrie 4.0 und Big Data nicht nur Schlagwörter, sondern echte Geschäftsfelder der Zukunft. Wir wollen bei denen nicht nur mitspielen, sondern in allen Bereichen der führende Anbieter sein.“ Hohe Ziele, von denen Stührenberg mit dem Thema E-Mobility eines bereits auf der Hannover-Messe präsentieren will. Der drittgrößte Messeaussteller wird erstmalig einen Stecker für das Super-Schnellladen von Elektroautos vorstellen. Stührenberg: „Heute ist es üblich, dass man ein E-Auto für 100 Kilometer eine Stunde lang laden muss. Unser Stecker kann das in drei Minuten. Das ist Fortschritt.“



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