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Die EM 2016 steht vor der Tür

Der Fußball-Wahnsinn kann starten – und die Fans sind bereit

Weserbergland. Sie sind wieder da: Autos mit schwarz-rot-goldenen Fähnchen in den Fenstern oder an den Außenspiegeln, Deutschlandblumenketten in jedem zweiten Geschäft und Fanartikel, so weit das Auge reicht. Es ist unübersehbar – die Fußball-Europameisterschaft steht vor der Tür.

veröffentlicht am 08.06.2016 um 15:28 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:48 Uhr

EM

Autor:

Johanna Lindemann
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Die Szenerie erinnert stark an die Weltmeisterschaft vor zwei Jahren. Vier Wochen lang befand sich damals das gesamte Land im Ausnahmezustand. Deutschlandflaggen schossen überall aus dem Boden hervor, nach Siegen der deutschen Nationalmannschaft zogen sich kilometerlange Autokonvois durch die Straßen der Städte und die Nacht nach dem erfolgreichen Endspiel wurde mancherorts durchgefeiert.
Einprägsam waren zudem die Bilder tausender Fans im Deutschlandtrikot, die zu den öffentlichen Liveübertragungen der Spiele, dem Public Viewing oder auch „Rudelgucken“, pilgerten. Seit der Weltmeisterschaft in Deutschland im Jahre 2006 ist die Übertragung auf Großbildleinwänden ein fester Bestandteil von Fußball-Großereignissen. Viele Fans genießen die kostenlose Station-Atmosphäre, die mit dem Public Viewing nachempfunden werden soll. Diese war auch der Grund für die Einführung der öffentlichen Übertragungen. Da die deutschen Stadien viel zu wenige Eintrittskarten für die große Nachfrage bereitstellen konnten, entstand die Idee, die Spiele an öffentlichen Plätzen oder in Mehrzweckhallen kostenfrei auf Großbildleinwänden zu übertragen. Doch mit dem riesigen Erfolg der Public Viewings, die nur als Notbehelf für Fans gedacht waren, die keine Stadionkarten mehr bekommen haben, rechnete niemand.

Auf den sogenannten „Fanmeilen“ in Berlin versammelten sich zum Teil sogar mehrere Millionen Menschen. Auch viele Frauen oder Männer, die sich die Spiele zu Hause nicht angeschaut hätten, genießen die Stimmung und das Gemeinschaftsgefühl während der Public Viewings.
Dabei ist Deutschland bei Weitem nicht das einzige Land, das diese Veranstaltungen anbietet, allerdings das einzige, das dafür die Bezeichnung Public Viewing verwendet. Ähnlich Wörtern wie „Handy“, „Oldtimer“ oder „Streetworker“ zählt „Public Viewing“ zu den sogenannten Pseudoanglizismen, also Wörtern, die zwar englisch klingen, aber in dieser Sprache gar nicht exisitieren oder etwas völlig anderes bedeuten. So auch hier. Vor allem in den USA sollte man den Begriff tunlichst vermeiden, denn er bezeichnet dort die Ausstellung von aufgebahrten Leichen im offenen Sarg.
Wer sich nun richtig kleiden möchte zu solch einem „Rudelgucken“, für den gibt es quasi überall jede Menge Fanartikel und Schnickschnack. Mehr oder minder schräge Accessoires gehören eben auch zu jeder WM und EM dazu. Wir haben nach neuen Trends und den außergewöhnlichsten Fan-Gadgets zur Europameisterschaft 2016 gesucht.
Spieler, Trainer und Betreuer ackern bereits eifrig für den Erfolg, die Vorbereitung in Frankreich läuft in vollen Zügen. Die Fans fiebern dem Start der kontinentalen Meisterschaft am Freitag, 10. Juni, entgegen und bereiten sich ihrerseits vor. Neben dem Trikot sollte auch der Schal stimmen, die Mütze vielleicht auch, und die Frauen kleben sich noch schnell Deutschlandwimpern auf – und fertig. Im Grunde gibt es kaum etwas, was derzeit nicht in Schwarz-Rot-Gold daherkommt.

 

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  • Für echte Fans: Mit solch einem Komplett-Outfit geht es für viele Fußballfans zum Public Viewing. Johanna Lindermann (li.) und Maja Dörries zeigen, worauf es ankommt. Foto: Dana
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  • Für die Dame: Mit diesem Deutschland-Hut fällt jede auf. Foto: Dana
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  • Für alle: Schwarz-Rot-Gold fürs Haar oder Handgelenk... Foto: Dana
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  • ... und als Kissen für die Verlängerungen. Foto: Dana
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"Rudelgucken" in der Region

  • Hameln:

    Die Rattenfänger-Halle bietet das größte Public Viewing in Hameln an. 2500 Zuschauer können alle deutschen Spiele an einer 8x6 Meter großen Leinwand verfolgen. Einlass ist jeweils 90 Minuten vor Spielbeginn, der Eintritt ist kostenlos.

  • Bad Pyrmont: 

    Im Schlosshof in Bad Pyrmont findet ein Public Viewing aller Spiele mit deutscher Beteiligung für 600 Zuschauer statt. Der Einlass ist nur mit Dauerkarte möglich (20 Euro beim Pyrmonter Getränkemarkt Ballach, Bahnhofsstraße). Einlass 90 Minuten vor Spielbeginn.

  • Aerzen:

    Auf dem Aerzener Marktplatz wird eine Leinwand für alle deutschen Spiele aufgestellt. Einlass eine Stunde vor Spielbeginn, Teilnahme kostenlos. Reservierungen unter 0175/4177933.

  • Rinteln: Am Brückentor findet zur EM keine große öffentliche Übertragung statt, in den bekannten Sportbars schon
  • Obernkirchen: Die "Starkbierfreunde" laden für die Spiele der Deutschen zum Public Viewing in die Liethalle

Die deutschen Vorrundenspiele


Vormerken können sich die Fans erst einmal die folgenden Termine:

 

Sonntag, 12. Juni, 21 Uhr, Deutschland – Ukraine

Donnerstag, 16. Juni, 21 Uhr, Deutschland – Polen

Dienstag, 21. Juni, 18 Uhr, Nordirland – Deutschland



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