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Nach eisiger Kälte im Februar nun nasskaltes Schmuddelwetter

Der Frühling tut sich schwer

WESEREBERGLAND. Nach den sonnig-eisigen ersten Märztagen lockert der Winter seinen Griff. Da die milde Luft aus Südwesten nur zögernd gegen den Kaltluftklotz über Nordeuropa vorankommt, befinden wir uns in dieser Woche quasi zwischen Baum und Borke, sprich zwischen Winter und Frühling. Dazu zeigt sich das Wetter von einer erschreckend trüben Seite.

veröffentlicht am 05.03.2018 um 10:19 Uhr

Eiszeit im Hamelner Hafen – doch jetzt setzt schmuddeliges Tauwetter ein. Foto: Dana
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Autor

Reinhard Zakrzewski Reporter

Immer wieder fällt Regen, Schneeregen oder auch Schnee und die Sonne ist kaum dabei. Die Höchsttemperaturen verweilen im feucht- bis nasskalten Bereich von 8 bis 7 Grad, ab Wochenmitte eher 4 Grad, während die Nächte leicht frostig bleiben.

Auch auf längere Sicht deutet sich noch kein Übergang zu Frühlingswetter an. Ganz im Gegenteil: Der über Skandinavien lauernden Kaltluft könnte im weiteren Verlauf sogar ein neuerlicher Sprung nach Norddeutschland gelingen. Offensichtlich hat der März mit Sonne und Wärme wenig am Hut, obwohl es hoffnungsfroh heißt: „Der März soll kommen wie ein Wolf und gehen wie ein Lamm.“

Nach zwei unerträglich trüben, sehr nassen und äußerst milden Wintermonaten tanzte der Februar komplett aus der Reihe. Steigender Luftdruck über Nord- und Osteuropa bremste die seit dem Herbst wetterbestimmenden Westwinde aus. Stattdessen blies Kaltluft aus Skandinavien und Westrussland die Nachtwerte fast durchweg ins Minus. Die trockene Luft brachte kaum Niederschläge mit, dafür extrem viel Sonnenschein. So konnte sich der Februar im Weserbergland unter die fünf trockensten und sonnenscheinreichsten seiner Art schieben

Sensationell war das Monatsfinale: Sibirische Frostluft sorgte ausgerechnet am letzten Februartag für die kälteste Nacht des gesamten Winters und mit minus 6,9 Grad (Hameln) für das niedrigste Tagesmaximum Ende Februar jemals. Nimmt man die ersten Märztage hinzu, kann man von einer geradezu historischen Kältewelle sprechen. In den weit zurückreichenden Hamburger Wetteranalen muss man schon 130 Jahre bis 1888 zurückgehen, um auf einen ähnlich grimmigen Monatswechsel zu treffen. Der in vieler Hinsicht bemerkenswerte und kälteste Februar seit 1996 sorgte am Ende noch für eine unerwartet positive Winterbilanz.

Die Winterwerte: Hameln: Mitteltemperatur 2,6°C (Abw. +0,5°C); Niederschlag: 182 mm (91% v. Soll); Sonne: 138 Std. (101% v. Soll)

Information

Die Bilanz für den Monat Februar

Der Februar in Hameln (Hastenbeck) im Vergleich zum Klimamittel (1981-2010):

Monatsmittel -0,9 °C (Abw. -3,0°C);

Maximum 6,4°C (16. Februar);
Minimum -11,2°C (28. Februar);
Frosttage (Min. unter 0°C) 24 (normal 14);
Eistage (Max. unter 0°C) 4 (normal 4);

Niederschlag 9,9 mm (19% v. Soll); Rinteln-Volksen 12 mm (23% v. Soll);

Sonnenschein 105 Std. (159% v. Soll).

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