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Der eine freut sich, der andere hat die Arbeit

Weserbergland (tk). Endlich! Es hat geschneit. Die vor allem von Kindern ersehnte weiße Pracht hat dafür gesorgt, dass das gesamte Weserbergland unter einer geschlossenen Schneedecke liegt, und das soll übers Wochenende auch so bleiben. Für eine eindeutige Antwort, ob wir in diesem Jahr weiße Weihnachten bekommen, will aber kein Wetterexperte so recht seine Hand ins Feuer legen. Dabei sieht doch alles gerade so gut aus. Kinder und Erwachsene freuen sich über den ersten Schnee – nur die Autofahrer dürften murren.

veröffentlicht am 18.12.2009 um 18:35 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 16:41 Uhr

winter
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Weserbergland (tk). Endlich! Es hat geschneit. Die vor allem von Kindern ersehnte weiße Pracht hat dafür gesorgt, dass das gesamte Weserbergland unter einer geschlossenen Schneedecke liegt, und das soll übers Wochenende auch so bleiben. Für eine eindeutige Antwort, ob wir in diesem Jahr weiße Weihnachten bekommen, will aber kein Wetterexperte so recht seine Hand ins Feuer legen. Dabei sieht doch alles gerade so gut aus. Kinder und Erwachsene freuen sich über den ersten Schnee – nur die Autofahrer dürften murren.
 Die Mitarbeiter der Straßenmeisterei sind bereits seit 4 Uhr nachts mit ihren Streuschleifern unterwegs, um die wichtigsten Straßen für den Berufsverkehr freizuräumen, sagt Markus Brockmann, Leiter des Hamelner Geschäftsbereichs der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. „Die Kollegen wissen bereits am Vortag, was auf sie zukommt.“ Ein spezieller Wetterinformationsdienst versorgt sie ständig mit Prognosen. Räumungspriorität besäßen vor allem die Bundesstraßen, aber auch solche Strecken, wo Schulbusse fahren, erklärt Brockmann – Autobahnen würden sogar einen 24-Stunden-Service genießen. Die Landkreise Hameln-Pyrmont, Holzminden und Schaumburg gehören zum Zuständigkeitsbereich der Behörde: 1450 Kilometer Straßen, die täglich vom Schnee befreit werden müssen, manchmal mehrmals.
 Auch der städtische Bauhof ist in Alarmbereitschaft. Ausschlafen konnten die Mitarbeiter nicht. Ab 4 Uhr hieß es Einsatz. Drei Streurouten mit 229 Kilometer städtischem Straßennetz und nur drei Stunden, bis der Berufsverkehr rollt – „eine Knochenarbeit in der Kälte“, meint man im Rathaus. Allein 30 Kräfte verteilen an den wichtigsten Verkehrspunkten, aber auch auf Bürgersteigen, Fahrradwegen und Zebrastreifen Streugut per Hand. Ein Streuplan legt die Bereiche fest: Hauptverkehrsstraßen, Steigungsstraßen und die Linien der Öffis, so die offizielle Reihenfolge. Um 15 Uhr beginnt eine zweite Schicht und damit die Arbeit von vorne. Da machen auch die kommenden Feiertagen keine Ausnahme – zumindest, wenn es schneit.
 Der Hundertjährige Kalender verspricht für den 19. bis 31. Dezember Eiseskälte. Und auch die Bauernregel: „Geht Barbara im Klee, kommt’s Christkind im Schnee“, macht Weihnachts-Romantikern Hoffnung. Mit anderen Worten: Wenn am 4. Dezember kein Schnee liegt, soll es zu Weihnachten schneien.
 Nicht ganz so viel Optimismus versprühen die Meteorologen. Die Kältewelle soll nach einem letzten Aufbäumen am Sonntag ein Ende haben. Was danach passiert, entziehe sich noch dem berechnenden Griff der Wetter-Modelle. Der 7-Tage-Trend sieht für Hameln und das Weserbergland trübe aus: Zu Heiligabend soll es 1 bis 3 Grad warm sein und bewölkt. Nach Wetteraufzeichnungen lag Deutschland 2001 das letze Mal zu Weihnachten unter einer geschlossenen Schneedecke. Ungewöhnlich schneereiche Dezembermonate gab es zwischen 1960 und 1970.



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