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Nicht nur gefühlt ein Reinfall: Regen gab es im Überfluss

Das Wetterjahr 2017 im Rückblick

WESERBERGLAND. Nach einem standesgemäßen Start ins Jahr mit zwei Frostperioden und ein paar Schneetagen im Januar, gab der Winter schon Mitte Februar Fersengeld. Milde Westwinde sorgten für erste Frühlingsgefühle und die Hoffnung auf ein „weiter so“ im Frühjahr.

veröffentlicht am 29.12.2017 um 15:31 Uhr
aktualisiert am 29.12.2017 um 16:20 Uhr

Da war manch einer ganz schön sauer: Der Sommer ist ausgefallen, Regen gab es reichlich. Foto: Dana
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Autor

Reinhard Zakrzewski Reporter
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Das geschah dann auch so. Und nichts deutete darauf hin, was wir in diesem Jahr im Überfluss bekommen sollten – nämlich Regen, Regen, Regen. Sogar die übliche Apriltrockenheit stellte sich ein. Dabei sorgten herbe Spätfröste bis unter minus 4 Grad noch am 20. April für massive Schäden an der empfindlichen Vegetation, besonders der Obstbaumblüte. Dagegen ließ der Wonnemonat Mai schon an den Sommer denken. Viele Tage brachten über 25 Grad, in der Spitze sogar bis 31 Grad (Hameln 29. Juni), wobei sich die Trockenheit weiter steigerte.

So konnte sich Anfang Juni kaum einer vorstellen, dass der Hochsommer derart verregnet ausfallen würde. Zwar kam der Frühsommer nur schleppend in Fahrt, doch als die berüchtigte Schafskälte Mitte Juni um Deutschland einen Bogen machte, schien der Bann gebrochen zu sein. Pünktlich zu Beginn der Siebenschläferzeit Ende Juni verrutsche das erwartete Sommerhoch jedoch Richtung Balkan. Gemäß der Siebenschläferregel übernahmen nun Atlantiktiefs mit häufigem Regen und kühler Luft im Gepäck das Kommando. Nicht selten kam es in unserer Weserregion m Juli und August richtig runter. Spitzenreiter waren der 24. und 25. Juli mit zusammen 83 Liter Regen pro Quadratmeter in Hameln. Anders als in Süddeutschland blieben Hitzewellen oft schon im Ansatz stecken, sodass es nur an wenigen Tagen richtig heiß wurde und die Sonne oft nur Zaungast war. Wer auf einen schönen Herbst hoffte, hatte mit Zitronen gehandelt. Anders als nach miesen Sommern üblich, nahmen Tiefdruckgebiete nach kurzer Wetterberuhigung Anfang September rasch wieder Kurs auf Deutschland. Dabei sorgten die drei Orkanwirbel „Andreas“, „Xavier“ und besonders „Herwart“ zwischen Mitte September und Ende Oktober für heftige Turbulenzen und zerstörerische Windspitzen von 85 bis 105 km/h. Lichtblicke in den Schmuddelherbst brachte nur die dritte Oktoberwoche, die uns mit Werten bis 23 Grad (16. Oktober) noch einmal den Spätsommer spüren ließ. Was September und Oktober an Sonne vergeigt hatten, konnten die sehr trüben Monate November und Dezember nicht rausreißen. So war das Wetterjahr 2017 nicht nur gefühlt zum Vergessen und durch Ernteeinbußen auf nassen Äckern für die Landwirtschaft ein Verlust, sondern es reihte sich auch statistisch unter die nassesten und trübsten der letzten drei Jahrzehnte ein.

Information

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Das Jahr 2017 in Hameln im Vergleich zum Klimamittel (1981 – 2010)

Jahresmittel 10,3°C (Abweichung +0,6°C)

Maximum 35,1°C (22. Juni)

Minimum -9,6°C (6. Januar)

Sommertage (Max. mind. 25°C) 33 (normal 35)

Hitzetage (Max. mind. 30°C) 4 (normal 8)

Frosttage (Min. unter 0,0°C) 55 (normal 60)

Eistage (Max. unter 0,0°C) 10 (normal 14)

Niederschlag 897 mm (116% v. Soll)

Sonnenschein 1273 Stunden (87% v. Soll)

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