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Und das Beste zum Schluss: Der Dezember toppt alles

Das Wetterjahr 2015: viele Extreme, aber relativ wenig Unwetter

Hameln-Pyrmont. Eins war das Jahr 2015 auf jeden Fall: abwechslungsreich. Vor allem beim Wetter. Dabei sorgten die extremen Temperaturen, aber auch die unterschiedliche Verteilung der Niederschläge immer wieder Schlagzeilen. Einer viel zu trockenen ersten stand eine erheblich zu nasse zweite Jahreshälfte gegenüber. Wie bei Sonnenschein glichen sich diese Gegensätze über die Region und das Jahr gesehen weitgehend aus.

veröffentlicht am 31.12.2015 um 13:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 13:46 Uhr

Wetter Hameln

Autor:

Reinhard Zakrzewski
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Hameln-Pyrmont. Eins war das Jahr 2015 auf jeden Fall: abwechslungsreich. Vor allem beim Wetter. Dabei sorgten die extremen Temperaturen, aber auch die unterschiedliche Verteilung der Niederschläge immer wieder Schlagzeilen. Einer viel zu trockenen ersten stand eine erheblich zu nasse zweite Jahreshälfte gegenüber. Wie bei Sonnenschein glichen sich diese Gegensätze über die Region und das Jahr gesehen weitgehend aus.
 Der Winter 2015 fiel nahezu komplett aus. Bis auf eine harmlose Frostperiode mit wenigen Zentimetern Schnee in den Niederungen Ende Januar und Anfang Februar hatten Winterfreunde in unserer Weserregion wenig zu lachen. Die übliche Frühjahrstrockenheit startete schon sehr früh im Februar. Ein zähes Hochdruckgebiet verhinderte größere Niederschläge. Nach einem relativ feuchten März verstärkte sich die Dürreperiode bis zum Juni. In den für den Fortschritt der Vegetation so wichtigen Monaten April, Mai und Juni hatten Natur und Landwirtschaft ein Regendefizit von 20 bis 50 Prozent zu verkraften.
 Im Juli wurde die Trockenheit endlich gebrochen. Von Rekordhitze bis zu einem Sommersturm mit herbstlicher Kühle und ergiebigen Regenfällen hatte der Hauptsommermonat viele Besonderheiten zu bieten. Am 4. Juli räumte eine afrikanische Hitzewelle mit Spitzenwerten über 37 Grad die alten Monatsrekorde ab. Es folgte meist angenehmes Sommerwetter, das auch die Bade- und Grillfans zufrieden stellen konnte. Ende Juli nahte mit Tief „Zeljko“ der Absturz in herbstliche Gefilde. Beim Durchgang des für einen Sommermonat sehr starken Sturmtiefs wurden am 25. Juli in unserer Weserregion Sturmböen bis 65 Stundenkilometern gemessen.
 Durch sein strahlend schönes Wetter wird uns der wärmste August seit 2003 in bester Erinnerung bleiben. Einer der wenigen Ausrutscher ging auf das Konto einer stabilen Luftmassengrenze über der Mittelgebirgsregion. Sie brachte uns Ende der zweiten Dekade nicht nur vier trübe Tage am Stück, sondern auch enorme Regenmengen.
 Nach einem unaufgeregten September fiel der Oktober durch eine extrem trübe Witterungsphase in der zweiten Dekade unangenehm auf. Einige sehr kühle Nächte und extrem niedrige Tagesmaxima von 4 bis 5 Grad am 13. und 14. Oktober verbreiteten triste Novemberstimmung statt Oktobergold.
  Im November sprang dann die atlantische Wärmepumpe an. Highlights waren unter anderem: der nach 2009 zweitwärmste November seit Messbeginn, die wärmste erste und zweite Novemberdekade jemals, Temperaturrekorde an gleich sieben Tagen mit Werten bis zu 19 Grad (7. November) sowie einer der feuchtesten Novembermonate überhaupt.
 Das Spektakulärste kommt zum Schluss. In dem zu Ende gehenden absurd milden Dezember werden die alten Monatsbestmarken aus dem Jahr 2006, regional auch 1974, im Landkreis Hameln-Pyrmont um mehr als zwei Grad getoppt. Wie irrwitzig dieser neue Fabelrekord ist, zeigt die Tatsache, dass bislang in keinem Monat jemals die alten Spitzenwerte auch nur um einen Grad übertroffen wurden. Sehr erfreulich: Anders als in weiten Teilen Süd- und Ostdeutschlands hielten sich die wetterbedingten Schäden in unserer Region im vergangenen Jahr überwiegend in Grenzen.



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