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Das Weserbergland – wie es früher einmal war

Weserbergland (tk). Die Dewezet möchte Hameln und das Weserbergland zeigen, wie es früher einmal war, und laden unsere Leser dazuein, dabei aktiv mitzuwirken. Besitzen Sie wertvolle Aufnahmen von früher, auf denen man erkennen kann, wie sehr sich ihr Heimatort im Lauf der Jahre verändert hat? Kramen Sie in alten Kisten oder Fotoalben und schicken Sie uns Ihren historischen Fotos und Filme.

veröffentlicht am 30.08.2012 um 12:13 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 04:21 Uhr

Es war ein ungewöhnlich kalter Winter im Februar 1929. Wagemutige Hamelner kletterten sogar über das zugefrorene Wehr.  Fotos: Archiv
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Sie lagern in Kartons, in Schubladen, Alben und auf Festplatten; manchmal weggebunkert in Archiven, Kellern und auf Dachböden. Nur hin und wieder werden sie hervorgekramt, um Familienerinnerungen aufzufrischen oder um mit wissenschaftlicher Neugier in die Vergangenheit abzutauchen. Die Rede ist von alten Fotos und Filmen: Hameln nach dem Krieg, das alte Rathaus am Markt ist abgebrannt, der Platz wüst. Eine andere Schwarz-Weiß-Fotografie zeigt schwere Lastkähne, wie sie träge die Weser herunterziehen.

Auf dem Tennisplatz am Pyrmonter Kurpark hingegen steht ein adretter junger Mann in langer weißer Hose und Pullunder, er stützt sich auf seinen Holzschläger. Von der Zeit angegriffen aber noch gut zu erkennen, sitzt der Ururgroßvater in einer Gruppe bärtiger Männer, die Flinte lässig ans Knie gelehnt. Die Fotografie ist über 100 Jahre alt – wenige Jahrzehnte zuvor haben diese Männer den Hamelner Schützenverein im Jahr 1862 gegründet.

Oder ein anderes Beispiel: In einer Blechdose findet sich eine alte Filmrolle. Auf dem Super-8-Film hat ein unbekannter Filmer den Bau des Bürgergartens festgehalten. Familien mit Kinderwagen flimmern blaustichig auf der Leinwand; sie bewundern die ersten Rosenbeete.

Das waren noch Zeiten, als im kleinen Welsede Turnfeste vom TV-Jahn organisiert wurden, die selbst die Wettkämpfer aus Hameln und Stadthagen in Erstaunen versetzten.
  • Das waren noch Zeiten, als im kleinen Welsede Turnfeste vom TV-Jahn organisiert wurden, die selbst die Wettkämpfer aus Hameln und Stadthagen in Erstaunen versetzten. Das Bild stammt aus dem Jahr 1958. Foto: Archiv

Für sich genommen sind dies Schnipsel der Vergangenheit: unzusammenhängende Momentaufnahmen von Leben, Ereignissen und Veränderungen. Die Dewezet möchte diese Puzzleteile zusammenfügen und veröffentlichen.

Kramen Sie doch mal in ihrer Fotokiste oder auf dem Dachboden, um zu sehen, welche Schätze sich dort verbergen. Vielleicht haben Sie auch noch stapelweise Fotos aus einem Nachlass und wissen nicht, was Sie damit machen sollen. Schicken Sie uns Ihre privaten Fotos und Filme! Die Digitalisierung übernehmen wir; auch der Filme (egal welches Format). Die Originale erhalten Sie umgehend und unbeschadet zurück. Sollten Sie uns das Material nicht zusenden können, kommen wir auch gerne bei Ihnen vorbei.

Schicken Sie ihre historischen „Schätzchen“ per E-Mail an online@dewezet.de oder per Post an die Redaktion der Deister- und Weserzeitung, Baustraße 44 in 31785 Hameln. Bitte geben Sie das Stichwort „Zeitreise“ an und vergessen Sie nicht, uns Ihren Namen, Anschrift und Telefonnummer mitzuteilen, damit wir Sie für Nachfragen erreichen können.

Warum es so wichtig ist, Geschichte festzuhalten und in einen zeitlichen Zusammenhang zu stellen, damit haben sich Wissenschaftler ausführlich beschäftigt: Sie haben sich die Frage gestellt, was mit Erinnerungen passiert, wenn sie nicht in Ton, Bild oder Text festgehalten werden. Die Antwort ist so ernüchternd wie einfach: Erinnerungen an Menschen, an Stadtgeschichte und Ereignisse geraten in Vergessenheit und gehen für die Nachwelt verloren. Ähnlich ist es auch mit alten Fotos, die in Schubladen und Familienalben dümpeln. Ihre Bedeutung als Zeitdokument erhalten sie erst, indem sie in einen Zusammenhang mit vielen anderen Bildern aus der Zeit gestellt werden. So wird Geschichte lebendig und für jeden erlebbar. Helfen Sie uns mit, die Geschichte des Weserberglandes in Fotos und Filmen zu erzählen und für alle erfahrbar zu machen.



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